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Forschungsinstitut
im Deutschen Handwerksinstitut e. V.

sowie die
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der Bundesländer

Studie zu CO2-Bepreisungen in Handwerksunternehmen veröffentlicht

In der neuen Studie des ifh Göttingen"CO2-Bepreisungen in Handwerksunternehmen - Ökonomische Szenarien zu Kostenwirkung und Anpassungsreaktionen"  untersuchten Petrik Runst, Anita Thonipara und Felix Röben mit Unterstützung der Mitarbeiter der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz (MIE), wie sich die Kosten von Handwerksunternehmen im Falle einer zusätzlichen CO2-Bepreisung entwickeln könnten. Die Szenarioberechnungen wurden auf Grundlage von Energiekennzahlen von über einhundert Unternehmen in sieben Handwerkszweigen durchgeführt.

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Erste Hinweise auf einen negativen Einfluss der Deregulierung des Handwerks (2004) auf das Ausbildungsgeschehen

Aufgrund der bisherigen Forschung wurde vermutet, dass kein Zusammenhang zwischen Deregulierung der Handwerksordnung und der Zahl der Auszubildenden im Handwerk besteht. Die ifh-Mitarbeiter Jörg Thomä und Petrik Runst zeigen in einer neuen Studie, dass diese Vermutung falsch sein könnte. Die Autoren argumentieren, dass die negative Wirkung auf das Ausbildungsgeschehen im Nachgang der Reform nicht sichtbar wurde, weil sie durch die vorübergehende Aussetzung der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) kompensiert wurde. Nach Wiederinkrafttreten der AEVO zeigt sich dementsprechend eine deutliche Verringerung der Ausbildungszahlen.

Der Artikel "Does Occupational Deregulation Affect In-Company Vocational Training? – Evidence from the 2004 Reform of the German Trade and Crafts Code" erscheint in der Fachzeitschrift "Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik".

Handwerk und Statistik – zwei neue Studien des ifh Göttingen

Eine wachsende Zahl an wissenschaftlichen Beiträgen nimmt sich in der letzten Zeit des Handwerkssektors an, um Fragen der Gründungsdynamik, des Gründungserfolgs oder der Auswirkungen unterschiedlicher sektoraler wirtschaftspolitischer Maßnahmen zu untersuchen. Die Aussagefähigkeit und Validität dieser Studien hängt jedoch stark davon ab, wie gut es den Autoren gelingt, Handwerksbetriebe und -beschäftigte in den jeweiligen Datensätzen zu identifizieren. Hierfür müssen in der Regel hilfsweise Berufs- oder Wirtschaftsklassifikationen herangezogen werden, da eine direkte Anknüpfung an die Abgrenzungskriterien der Handwerksordnung nicht möglich ist. In zwei neu erschienenen Beiträgen erläutert Dr. Katarzyna Haverkamp, wissenschaftliche Mitarbeiterin des ifh Göttingen, die Möglichkeiten und Grenzen einer statistischen Handwerksabgrenzung.

Direktor des ifh Göttingen bei der Anhörung zur Wiedereinführung der Meisterpflicht im BMWi

Am 04.06.2019 fand im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin die Anhörung zur Wiedereinführung der Meisterpflicht statt. Professor Kilian Bizer, der Direktor des ifh Göttingen, war als einer von drei wissenschaftlichen Sachverständigen eingeladen, die Stellungnahme des ifh Göttingen zu diesem Thema vorzutragen. Hierfür gab er zunächst einen Überblick über die Forschungsarbeiten des ifh Göttingen und anderer Wissenschaftler zu den ökonomischen Effekten der Novellierung der Handwerksordnung 2004 und leitete daraus die Stellungnahme her. In dieser bewertete er die Meisterpflicht aufgrund ihrer Wirkung auf die gesamtwirtschaftliche Humankapitalbildung positiv und befürwortet daher eine Wiedereinführung der Meisterpflicht.

Das Bundeswirtschaftsministerium veröffentlichte die wissenschaftliche Stellungnahme des ifh-Göttingen online:

Ergebnisse der ifh-Studie zur Wirksamkeit der CO2-Steuer auf internationaler Fachkonferenz in Montreal vorgestellt

Vom 29. Mai bis 01. Juni 2019 fand die internationale wissenschaftliche Fachkonferenz der International Asscociation for Energy Economics (IAEE) in Montreal statt. Als eine der Vortragenden stellte ifh-Mitarbeiterin Anita Thonipara dort die Ergebnisse der ifh-Studie zur Wirksamkeit der CO2-Steuer im Wohngebäudesektor vor. Die Ergebnisse wurden anschließend im Fachpublikum diskutiert und konnten somit internationale Reichweite erzielen.

Einladung zum Volkswirte-Forum am 07.-08.10.2019 in Düsseldorf

Das ifh Göttingen lädt alle Mitglieder der Handwerksorganisationen mit Interesse an handwerksökonomischen Fragestellungen herzlich zu seinem diesjährigen Volkswirte-Forum ein. Das Forum findet vom 07.-08.10.2019 in der Handwerkskammer Düsseldorf statt. Das vollständige Programm können Sie hier herunterladen.  

ifh Göttingen beim Round Table Mittelstand im BMWi

Der Geschäftsführer des ifh Göttingen, Dr. Till Proeger, nahm auch in diesem Jahr am Round Table Mittelstand des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) unter der Leitung von Frau Professor Welter und Mitwirkung des parlamentarischen Staatssekretärs im Bundeswirtschaftsministerium und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Herrn Christian Hirte, teil.

"Handwerk und Reparatur" – neue Studie des ifh Göttingen

Auf dem "Green Campus" auf der Internationalen Handwerksmesse in München stellte Dr. Till Proeger vom ifh Göttingen am 15.03.2019 eine im Auftrag des Umweltbundesamts erstellte Studie zur ökonomischen Bedeutung der Reparatur für das Handwerk und zu Kooperationsmöglichkeiten mit Reparaturinitiativen vor. Die offizielle Präsentation der Studie wurde durch den Zentralverband des Deutschen Handwerks organisiert und erfolgte in Kooperation mit dem IZT Berlin, das aktuelle Ergebnisse zum Aufbau eines Reparaturnetzwerks in Berlin vorstellte. Beide Projekte widmeten sich der Bedeutung, Wahrnehmung und Möglichkeiten zur Steigerung von Angebot und Nachfrage nach Reparaturdienstleistungen in Deutschland. Die Studie des ifh Göttingen kann auf den Seiten des Umweltbundesamts heruntergeladen werden:

Link zur Publikation

3. Treffen des "ThinkLab Handwerk" in München

In München trafen sich am 14.03.2019 Mitarbeiter von ifh, LFI, HPI sowie der Universität Göttingen, um im Rahmen des "ThinkLab Handwerk" über aktuelle Ergebnisse, künftige Forschungsfragen und wissenschaftliche Projekte zur Digitalisierung im Handwerk zu diskutieren. Der nunmehr zum dritten Mal stattfindende Austausch leistet damit einen Beitrag zur engeren Kooperation der DHI-Institute bei Digitalisierungsfragen. Hierbei wurde, wie in den vorangegangenen Treffen, ein Praxisvortrag sowie ein wissenschaftlicher Vortrag kombiniert. Im Mittelpunkt der Diskussionen des Praxisvortrags standen dabei die Wirkungsweise des Digitalisierungsbonus in Bayern im Vergleich zu anderen Förderinstrumenten sowie die Rolle innovativer, interdisziplinärer Neugründungen im Handwerk. Im wissenschaftlichen Vortrag wurde ein aktuelles Forschungsvorhaben des ifh Göttingen vorgestellt, das sich der Messung des Online-Marketings im Handwerk widmet.

Lohngestaltung, Tarifpolitik und Mitarbeiterbindung im Handwerk

Über die Frage, welche Rolle die Lohngestaltung im Handwerk für Nachwuchsgewinnung und Fachkräftesicherung spielt, diskutierten am 26.02.2019 Mitglieder der Gewerbe- und Innovationsausschüsse der mitteldeutschen Handwerkskammern während ihrer Sitzung bei der Mitteldeutschen Handwerksmesse in Leipzig.  Den Auftakt zur Diskussion bildete der Impulsvortrag von Frau Dr. Haverkamp mit dem Titel "Geld ist mir nicht wichtig, solange das Gehalt stimmt? Lohngestaltung, Tarifpolitik und Mitarbeiterbindung im Handwerk".

Gefährdet die Akademisierung die Innovationsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen?

Dieser Frage widmet sich eine neue Veröffentlichung des ifh Göttingen, wobei insbesondere die Rolle erfahrungsgeleiteten Lernens und die Bedeutung des beruflich-betrieblichen Bildungstyps für Innovationen im KMU-Sektor beleuchtet wird. Der Beitrag geht auf einen gleichnamigen Vortrag zurück, den ifh-Mitarbeiter Dr. Jörg Thomä vor einiger Zeit auf einer wissenschaftlichen Tagung unter dem Titel "Wissenskraft und Arbeit schaffen – Akademisierung im Mittelstand" an der Universität Göttingen gehalten hat. Der Aufsatz ist in der Reihe "Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung" erschienen und kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:

Link zur Publikation

Historische Handwerks-Bibliothek des ifh Göttingen auf der "Nacht des Wissens" an der Universität Göttingen

Am 26. Januar 2019 fand an der Universität Göttingen die 4. Nacht des Wissens statt. Auch das ifh Göttingen nahm gemeinsam mit der Professur für Wirtschaftspolitik und Mittelstandforschung sowie dem Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie unter dem Titel "Wissen schafft: Erfahrungswissen im Handwerk" daran teil. Die ifh-Mitarbeiterin Frau Scholtes stellte ausgewählte Exponate aus der Historischen Handwerks-Bibliothek aus, darunter eine Monografie zur Zimmermannskunst aus dem Jahr 1749, zum Drechslerhandwerk von 1798, die handgeschriebene Bittschrift eines Schusterlehrlings aus dem Jahr 1844 und ein Gesellen-Wanderbuch von 1827.

Lebensphasenorientierte Personalpolitik im Handwerk

Im Rahmen der Fachtagung "Personalberatung im Handwerk", die am 14. und 15. Januar 2019 in den Räumen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks in Berlin stattfand, referierte ifh-Mitarbeiterin Dr. Katarzyna Haverkamp zum Thema "Lebensphasenorientierte Personalpolitik im Handwerk". Dr. Haverkamp fasste in ihrem Vortrag den Forschungsstand zur Arbeitsmarktmobilität von handwerklich qualifizierten Fachkräften zusammen. Auf dieser Grundlage verdeutlichte sie weiterführend, dass die Entscheidungen der Nachwuchs- und Fachkräfte über den Verbleib im Ausbildungsbetrieb bzw. Abwanderung in die anderen Wirtschaftsbereiche in den einzelnen Erwerbsphasen von jeweils unterschiedlichen Faktoren determiniert sind.

Neuer wissenschaftlicher Mitarbeiter am ifh Göttingen

Seit dem 01.01.2019 ist Thore Sören Bischoff als neuer Mitarbeiter am ifh Göttingen tätig. Herr Bischoff studierte im 2-Fach-Bachelor Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen. Darauf folgte das Masterstudium International Economics in Göttingen und Antwerpen. Am ifh Göttingen wird Herr Bischoff als Doktorand im BMBF-Projekt "REraGI - Regulatorische Experimentierräume für die reflexive und adaptive Governance von Innovationen" arbeiten und zugleich an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen promovieren.

Erste Auswertung der Bedarfsanalyse Digitales Handwerk – neue Studie des ifh Göttingen

Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk hat das ifh Göttingen eine ökonomische Auswertung der im "Digitalisierungs-Check" gewonnenen Daten erstellt. Auf Basis der rund 350 Betriebsantworten können Erkenntnisse zur Digitalisierung im Handwerk abgeleitet werden. Neben einer Reihe von Unterschieden zwischen Gewerbegruppen im Hinblick auf einzelne Umsetzungsfelder zeigt sich, dass die Struktureigenschaften der Unternehmen nur einen sehr geringen Einfluss auf den Digitalisierungsgrad besitzen. Lediglich die Größe des Unternehmens erhöht die Wahrscheinlichkeit stärkerer Digitalisierung; davon abgesehen ist eher davon auszugehen, dass informelle Betriebseigenschaften wie z.B. die Digitalisierungsaffinität des Unternehmers Treiber der Digitalisierung sind. Folglich sind sehr stark digitalisierte Unternehmen in allen Gewerbegruppen zu finden.

Zukunftsweisende Forschung und Transfer in die Praxis: ifh-Beirat zieht Bilanz für das Forschungsjahr 2018

Um die Herausforderungen des digitalen Wandels erfolgreich zu bewältigen, ist das Handwerk auf eine zukunftsweisende Forschung und einen gezielten Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis angewiesen. Welche Rolle in diesem Zusammenhang das ifh Göttingen spielt und wie die Transferleistung weiter verstärkt werden könnte, diskutierten die Mitglieder des ifh-Beirats am 27. November 2018 in Göttingen. Das ifh Göttingen soll weiterhin empirisch fundierte, methodisch anspruchsvolle und stets anwendungsnahe Forschungsarbeit fortsetzen. Der Wissenstransfer soll dabei durch neue digitale Kommunikationsformate und soziale Interaktion im Rahmen von Workshops und Vortragstätigkeit weiter vorangetrieben werden.

Promotionsfeier am ifh Göttingen

Am 23. November 2018 haben gleich zwei Doktoranden des ifh Göttingen ihre Doktorarbeiten erfolgreich verteidigt. Kaja Fredriksen war seit Oktober 2015 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am ifh Göttingen tätig. Sie hat zu den Deregulierungseffekten der Handwerksnovelle 2004 promoviert. Benjamin W. Schulze ist seit dem Sommer 2015 am ifh Göttingen in einem Forschungsprojekt tätig, in dem die Rolle von Erfahrungswissen für die Hervorbringung von handwerklichen Innovationen untersucht wird. In diesem Themenbereich hat er auch seine Doktorarbeit verfasst. Das gesamte ifh-Team gratuliert beiden ehemaligen Doktoranden.

Beraterseminar des ifh Göttingen zum Thema „Region und Regionalität“

Region und Regionalität – Eine Chance für das Handwerk?“ fragte das diesjährige Beraterseminar des ifh Göttingen vom 05. - 07. November 2018 in Erfurt. In einer Reihe von Fachvorträgen näherten sich Referenten und Teilnehmer der Relevanz und den Chancen des Themas "Region" aus Sicht des Handwerks. Die fachliche Leitung des Seminars lag bei Dr. Till Proeger und Dr. Jörg Thomä.

Den Auftakt bildete Tatjana Bennat von der Leibniz Universität Hannover, die den aktuellen Stand der Forschung zur Rolle von KMU in regionalen Innovationssystemen darstellte. Darauf aufbauend erläuterte Dr. Petrik Runst vom ifh Göttingen die regionale Verteilung von Handwerksbetrieben und die ökonomischen Struktureigenschaften von stark handwerklich geprägten Regionen in Abgrenzung zu solchen Regionen, in denen das Handwerk eine weniger wichtige Rolle spielt.

Vortrag über Lohnstrukturen und Fachkräftesicherung im Handwerk

Auf Einladung des DGB-Bezirks Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt stellte Frau Dr. Haverkamp, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ifh Göttingen, am 30. Oktober 2018 die Ergebnisse der in diesem Jahr abgeschlossenen Studie über die "Lohnstrukturen im Handwerk" vor. Die Vorstellung fand im Rahmen der Sitzung des DGB-Arbeitskreises Handwerk statt. Der Arbeitskreis Handwerk des DGB-Bezirks besteht aus den Vizepräsidenten der Handwerkskammern Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt sowie den zuständigen Hauptamtlichen aus dem DGB und den Mitgliedsgewerkschaften.

Vortrag über die ökonomische Bedeutung und Motivationen zur Reparatur in Handwerk und Reparatur-Cafés

Im Rahmen des Treffens des Netzwerks der deutschen Reparatur-Initiativen "anstiftung" berichtete Kaja Fredriksen, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ifh Göttingen, am 13. Oktober 2018 in Kassel über ein aktuelles Forschungsprojekt am ifh Göttingen über die ökonomische Bedeutung und Motivationen zur Reparatur in Handwerk und Reparatur-Cafés. Den Teilnehmern der Konferenz sowie den Beraterinnen und Berater der Handwerkskammer Kassel berichtete sie zum Beispiel, dass die Bedeutung von Reparaturen über die Zeit abgenommen hat und dass diese Entwicklung unter anderem auf höhere Arbeitskosten im Vergleich zu den Materialkosten für Neuanschaffungen sowie auf Produktentwicklungen, die Reparaturen erschweren, zurückzuführen sind. Frau Fredriksen betonte auch, dass Handwerk und private Reparaturinitiativen zwar nicht in Konkurrenz miteinander stehen, aber deren Kooperationspotentiale noch besser genutzt werden könnten.