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Forschungsinstitut
im Deutschen Handwerksinstitut e. V.

sowie die
Wirtschaftsministerien
der Bundesländer

Neue wissenschaftliche Mitarbeiterin am ifh Göttingen

Seit dem 16.03.2017 ist Anita Thonipara als neue Mitarbeiterin am ifh Göttingen tätig. Frau Thonipara studierte Ökonomie und Politik im Bachelor und "Development Economics and International Studies" im Master an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie gewann erste praktische Erfahrungen in kleinen und mittelständischen Unternehmen während einer Feldforschung zu ihrer Masterarbeit in der Luft- und Raumfahrtindustrie in Mexiko. Am ifh Göttingen wird sie an dem Projekt "Alterssicherung im Handwerk" mitarbeiten und zugleich an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen promovieren.

ifh Göttingen auf dem 5. Schweizer Kongress zur Berufsbildungsforschung

Zu der Frage, welche Einkommen die aus dem Handwerk abgewanderten Fachkräfte im Vergleich zu den im Handwerk Verbliebenen erzielen, referierte ifh-Mitarbeiterin Dr. Katarzyna Haverkamp auf dem 5. Schweizer Kongress zur Berufsbildungsforschung. Die englischsprachige Tagung wird alle zwei Jahre vom Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung veranstaltet und fand in diesem Jahr vom 14. bis zum 16. März 2016 am Standort Bern / Zollikofen statt. Der Vortrag der ifh-Mitarbeiterin trug den Titel: "Wage effects of apprenticeship training: A mover-stayer differential in crafts occupations".

Strukturiertes Berichtssystem schärft den Blick auf die Herausforderungen

Mit den statistisch gesicherten Daten eines jährlichen Unternehmenspanels mehr über die Entwicklungen der Handwerkswirtschaft erfahren

Handwerkskammern können ihre Mitgliedsbetriebe besonders dann sinnvoll unterstützen, wenn sie über aktuelle Problemstellungen in ihrer Region Bescheid wissen. Bei der latenten Umfragemüdigkeit vieler Unternehmen bietet sich an, die relevanten Betriebe im direkten Kontakt vom Sinn regelmäßiger Befragungen zu überzeugen. Das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh) und das Ludwig-Fröhler-Institut (LFI), München, zwei Forschungseinrichtungen des Deutschen Handwerksinstituts, haben nun die Handwerkskammer Erfurt bei der Errichtung eines fortlaufenden Berichtssystems unterstützt. Im Abschlussbericht zum Projekt hat das Wissenschaftler-Team eine Reihe von methodischen und inhaltlichen Besonderheiten einer jährlichen Panel-Umfrage herausgestellt.

Tätigkeitsbericht 2016 informiert über Praxisrelevanz der Göttinger Forschungsprojekte

Tätigkeitsbericht 2016

Braucht der Friseurbetrieb um die Ecke, die Möbeltischlerei im örtlichen Gewerbegebiet oder der Uhrmacher in der Fußgängerzone wirtschaftswissenschaftliche Expertise? Sogar die Inhaber solcher Handwerksbetriebe würden diese Frage wohl eher verneinen. Dennoch hätte ihre geschäftliche Entwicklung der letzten Jahre womöglich eine andere Wendung genommen, wenn nicht das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh) mit unterschiedlichsten Studien Fragestellungen rund um „die Wirtschaftsmacht von nebenan“ (Handwerksslogan) aufgelöst hätte. Der ifh-Tätigkeitsbericht 2016, der jetzt erschienen ist, gibt über die Praxisrelevanz der Göttinger Forschungsprojekte offen Auskunft.

Der Mittelstand zwischen Tradition und Erneuerung

Unter diesem Schwerpunktthema hat das Fünfte Forum Mittelstandsforschung am 20. und 21. Februar 2017 an der Wirtschaftsuniversität Wien stattgefunden. Auf der Konferenz kamen Personen aus Forschung und Lehre mit dem Interessensgebiet der betriebs- und volkswirtschaftlichen Mittelstandsforschung zusammen. Seitens des ifh Göttingen nahm Dr. Jörg Thomä teil. Er hielt einen Vortrag zum Thema "Erfahrungswissen und Innovationsfähigkeit von KMU".

Deregulierung nach EU-Kriterien geht zu Lasten der Verbraucher

Ist der Meisterbrief als Voraussetzung für die selbstständige Berufsausübung einer Vielzahl deutscher Handwerksberufe eine unzulässige Einschränkung des freien Marktzugangs innerhalb der EU? Diese Frage beschäftigt Bundesregierung und Handwerksverbände intensiv. Die EU-Kommission möchte den sogenannten Meistervorbehalt abschaffen, das deutsche Handwerk fürchtet um die Qualität seiner Dienstleistungen und Produkte.

Mit einer Ausbildung im Handwerk kann Flüchtlingsintegration gelingen

Flüchtlinge haben in Deutschland durchaus das Potenzial, sich durch eine handwerkliche Ausbil­dung nachhaltig in Arbeitsmarkt und Gesellschaft einzugliedern. Das belegt die Auswertung eines Integrationsprojekts, das gemeinsam vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusam­menarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) im Jahr 2015 durchgeführt wurde.

Seine wissenschaftliche Begutachtung, die jetzt vom Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh) abgeschlossen wurde, kommt zu dem Schluss: Die Strukturen des Handwerks mit seinen gut ausgestatteten Bildungszentren und den kompe­tenten und bestens vernetzten Organisationen sowie der intensiven Begleitung der Lehrlinge durch die betrieblichen Ausbilder bieten gute Voraussetzungen zum Erreichen eines Lehr­abschlusses.

Projekt "Dialog und Perspektive Handwerk 2025" abgeschlossen

Auf einer Abschlussveranstaltung wurde das vom itb Karlsruhe und ifh Göttingen gemeinsam durchgeführte Projekt nunmehr der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein zentraler Baustein dieses Projektes war der Dialogprozess mit Handwerksunternehmen und relevanten Akteuren der Handwerksorganisationen in zehn regionalen Veranstaltungen bei den Handwerkskammern und Fachverbänden. Dabei wurden handwerksrelevante Trends diskutiert und Handlungsfelder für Betriebe, Handwerksorganisationen und Politik erarbeitet. Auf der Abschlussveranstaltung ließen sich Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold am 30. Januar 2017 in Stuttgart nicht nehmen, die Ergebnisse mit den verschiedenen Akteuren des Projekts zu diskutieren.

Hohe regionalpolitische Bedeutung des Handwerks

Auf der wirtschaftspolitischen Agenda steht aktuell die Frage, wie die nationale Regionalpolitik nach dem Auslaufen des Solidarpakts II nach 2019 gestaltet werden sollte. Nun wird diskutiert, wie strukturschwache Regionen ab 2020 deutschlandweit regionalpolitisch gefördert werden können. Gerade das Handwerk leistet einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in solchen Regionen und sollte zukünftig in der Regionalförderung stärker berücksichtigt werden. In der aktuellen Dezemberausgabe des Wirtschaftsdienstes ist hierzu ein Beitrag von ifh-Mitarbeiter Dr. Jörg Thomä erschienen.

Thomä, Jörg (2016): Handwerksunternehmen im Fokus der Regionalförderung? In: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, 96 (12), 2016, S. 916-920

Link zum Beitrag

Warum bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt?

Die Gründe für die in letzter Zeit gestiegenen Stellenbesetzungsprobleme im dualen System untersucht ein aktueller Beitrag der ifh-Mitarbeiterin Dr. Katarzyna Haverkamp. Die Studie, erschienen in der Dezemberausgabe der Zeitschrift WSI-Mitteilungen, nimmt dabei die beruflichen Präferenzen der Schulabsolventen in den Fokus. Basierend auf repräsentativen Befragungsdaten zeigt die Analyse, dass das Interesse der Jugendlichen an sekundären Dienstleistungsberufen zugenommen hat, während die Zahl der an Produktionsberufen Interessierten zurückgegangen ist. Die Analyse argumentiert, dass diese Verschiebung in der Gesamtkohorte der Schulabsolventen als eine Folge der wachsenden Bedeutung der Studienberechtigten und ihrer starken, im Zeitablauf unveränderten Präferenz für die sekundären Dienstleistungsberufe betrachtet werden kann.

Haverkamp, Katarzyna (2016): Warum bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt? Eine berufliche Mismatch-Analyse. In: WSI-Mitteilungen 8/2016, S. 595-602

Krisenrobustheit der deutschen Brauereien im historischen Kontext

Die Möglichkeit zu scheitern, ist der unternehmerischen Existenz inhärent. Gerade in ökonomischen Krisen- und gesellschaftlichen Umbruchzeiten erhöht sich die Gefahr, die Stabilität des Systems Unternehmen einzubüßen. Inwieweit es Unternehmen möglich ist, eine eigene "Immunität" zu entwickeln, die es ihnen erleichtert, derartige Risiken zu minimieren, untersucht ein Ende November 2016 veröffentlichter Aufsatz des ifh-Mitarbeiters Benjamin W. Schulze gemeinsam mit PD Dr. Ingo Köhler (Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Göttingen). Am Beispiel deutscher Brauereien im Strukturwandel der 1970er Jahre erproben die Autoren das Theoriegebäude der Resilienz, hier im Sinne einer Krisenrobustheit. Zwar war Resilienz kein zeitgenössisch genutzter Begriff, aber die Autoren zeigen auf, dass ein ähnliches Handlungskonzept beruhend auf dem Zusammenspiel zwischen antizipativer Vorbereitung und situativer Anpassungsfähigkeit bereits etabliert war.

ifh-Studie zur Gebäude-Energieberatung stößt auf internationales Interesse

Dr. Daniel Feser und  ifh-Mitarbeiter Petrik Runst veröffentlichten ihre Studie zu den Problemen der Gebäudeenergieberatung in Deutschland in der englischsprachigen Fachzeitschrift Energy Policy. Das Forschungsprojekt zur intelligenten Energienutzung wurde am ifh Göttingen in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik (Prof. Bizer) bearbeitet. Die Autoren analysierten qualitative Interviews mit Energieberatern und anderen Experten. Dabei kommen sie zu dem Schluss, dass ein Vertrauensproblem zwischen Eigentümern und Energieberatern besteht, welches sich auch durch die nachträgliche Einführung der dena Energie-Expertenliste nicht auflösen lässt. Des Weiteren zeigt sich, dass die detaillierten rechtlichen Anforderungen ein Hindernis darstellen. Die geförderten und geforderten "one-size-fits-all" Maßnahmen entsprechen nur selten den individuellen Bedürfnissen der Eigentümer.

ifh Göttingen stellt neueste Forschungsergebnisse auf dem Bund-Länder-Ausschuss zur Diskussion

Am 8. und 9. November 2016 fand die 125. Sitzung des Bund-Länder-Ausschusses "Handwerkswirtschaft und Gewerbeförderung" in Hannover statt. Auf dieser Sitzung trugen gleich drei Mitarbeiter des ifh Göttingen die aktuellen Forschungsergebnisse des Instituts vor. Dr. Klaus Müller, Geschäftsführer des ifh Göttingen, begann mit der Präsentation von aktuellen Handwerksdaten auf Länderebene. Er zeigte den Ländervertretern und -Vertreterinnen, welche Daten über das Handwerk zur Verfügung stehen. Daraufhin entwickelte sich eine Diskussion, in welcher der Bedarf der Vertreterinnen und Vertreter aus den Länderwirtschaftsministerien an aktuellen Daten erörtert wurde.

Akademisierung im Mittelstand

Unter dem Titel "Wissenskraft und Arbeit schaffen – Akademisierung im Mittelstand" hat am 17. und 18. November 2016 in der Historischen Sternwarte der Universität Göttingen eine wissenschaftliche Tagung stattgefunden. Ausrichter war das Promotionskolleg "Qualifikatorisches Upgrading in KMU: Fachkräftebedarf und Akademisierung im Mittelstand" der Hans-Böckler-Stiftung. Das ifh Göttingen war hier mit einem Vortrag vertreten. Dr. Jörg Thomä warf darin einen kritischen Blick auf die Akademisierung. Er sprach zum Thema "Ende des Erfahrungswissens? Akademisierung und Innovationsfähigkeit von KMU".

Bestandsanalyse über das Handwerk in Baden-Württemberg

Die Stärke des Handwerks in Baden-Württemberg basiert vor allem auf Zulieferern und Investitionsgüterherstellern. Dies ist ein wesentliches Ergebnis einer Bestandsanalyse des baden-württembergischen Handwerks, die das ifh Göttingen jüngst veröffentlicht hat. Die Studie ist Teil des vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau und vom Baden-Württembergischen Handwerkstag initiierten Strategieprojekt "Dialog und Perspektive Handwerk 2025", das erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme des Handwerks in Baden-Württemberg vornimmt, künftige Herausforderungen skizziert und Handlungsempfehlungen aufstellt. Mit dem Projekt wurden das itb Karlsruhe und das ifh Göttingen beauftragt.

Ein Round Table Mittelstand zu den Themen Innovation und Digitalisierung

Der diesjährige Round Table Mittelstand kam am 9. November 2016 in Berlin zusammen. Zu diesem Zweck diskutierten Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie mit Wissenschaftlern verschiedener Forschungsinstitute, der KfW-Bankengruppe und Vertretern von Mittelstandsverbänden über die Innovations- und Digitalisierungsaktivitäten von mittelständischen Unternehmen. Das ifh Göttingen war durch Dr. Jörg Thomä vertreten. Er hielt einen Impulsvortrag zum Thema "Innovationshemmnisse in weniger FuE-aktiven Segmenten des KMU-Sektors".

Der ifh-Beirat diskutiert Gründe für die Förderung von Handwerksunternehmen

Die Förderwürdigkeit des Handwerks sollte nicht aus einer isolierten Sicht heraus begründet werden. Handwerksunternehmen sind ein integraler Bestandteil der mittelständischen Wirtschaft. Für eine zukunftsweisende Begründung der Handwerksförderung gilt es daher, den vielfältigen Beitrag der Handwerksunternehmen zu den Stärken des deutschen Mittelstands zu betonen. Unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten ist in diesem Zusammenhang die Rolle des Handwerks im Bereich der Bildungs-, Innovations- und Regionalpolitik hervorzuheben.

Dieses und weitere Ergebnisse ausgewählter Forschungsprojekte standen im Mittelpunkt des ifh-Beirats, der am 1. November 2016 im Anschluss an die alljährliche Mitgliederversammlung des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen e.V. tagte. Geleitet wurde die Sitzung von der Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen, Frau Ina-Maria Heidmann.

Fortbildungsseminar zum Thema Digitalisierung im Handwerk

Das Thema "Digitalisierung im Handwerk" bildete den Schwerpunkt des diesjährigen ifh-Fortbildungsseminars für Berater und Beraterinnen der Handwerksorganisationen. Die Referenten der dreitägigen Veranstaltung beschäftigten sich mit den technologischen Veränderungen im Handwerk und möglichen zukünftigen Trends. So wurden Prognosen diskutiert, die schätzen, in welchem Umfang Arbeitsplätze durch neue Technologien ersetzt werden bzw. wie sich die Tätigkeiten innerhalb der Gewerke verändern. Weitere Themen waren die Nutzung von digitalen Vertriebskanälen wie die Online-Plattform MyHammer und deren Auswirkungen auf die handwerkliche Arbeit. Ergänzt wurden diese Inhalte durch einen Praxisteil, in dem die Anwendungserfahrungen auf Beraterseite im Mittelpunkt standen.

Wissen, das sich nicht immer in Worte fassen lässt

Das Handwerk ist ein hochinnovativer Bereich, erklärt Prof. Bizer in "Akademie heute", dem Online-Magazin der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Denn: "Dort gibt es viele Tüftler, die ständig neue Lösungen anbieten". Allerdings belegten Studien, dass die Innovationsaktivitäten der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland permanent abnehmen. Bizer, Direktor des ifh Göttingen und Professor an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen, sucht daher nach Wegen, diese Entwicklung aufzuhalten oder gar umzukehren. Denn nur durch Innovationen wachse die Produktivität, und infolge dieser stiegen die Löhne.

Link zur Publikation

Im Handwerk finden Migranten eine Tür zum ersten Arbeitsmarkt

Der Wirtschaftsbereich Handwerk verhilft in Deutschland mehr als andere Wirtschafts­zweige Migranten zur Integration im Arbeitsmarkt. Der Anteil der ausländischen Auszu­bildenden im Handwerk liegt deutlich über dem entsprechenden Ausländeranteil in nicht­handwerklichen Berufen, und Einwanderern fällt es leichter, ein Handwerksunternehmen zu gründen. Das belegt eine neue Forschungsarbeit des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh), die die Bedeutung von Migranten als Auszubildende, Fachkräfte, Meister und Selbstständige im Handwerk untersucht.