Sprachen

Forschungsinstitut
im Deutschen Handwerksinstitut e. V.

sowie die
Wirtschaftsministerien
der Bundesländer

ifh-Mitarbeiter diskutiert in der Fachzeitschrift „Wirtschaftsdienst“ die Ausgestaltung der deutschen Klimapolitik

In der Maiausgabe der Fachzeitschrift „Wirtschaftsdienst“ (Heft 5, S.340-343) beschäftigt sich Dr. Petrik Runst, wissenschaftlicher Mitarbeiter des ifh Göttingen, mit der Frage, welche wirtschaftspolitische Strategie geeignet ist, die CO2-Emissionen zu vermeiden. Der Gesetzgeber in Deutschland schreibt häufig direkte, ganz konkrete Eingriffe vor. Im Bereich der energetischen Gebäudesanierung wird im Detail festgelegt, wo und wie eingespart werden soll. Es liegt auf der Hand, dass mit so engen Vorgaben eine effiziente Lösung häufig nicht erzielt werden kann. Dr. Runst plädiert für ein Umdenken in der deutschen Klimapolitik.

Link zur Publikation

Prof. Bizer in die Akademie der Wissenschaften aufgenommen

Der Direktor des ifh Göttingen, Professor Dr. Kilian Bizer, ist in die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen aufgenommen worden. Dabei handelt es sich um eine traditionsreiche Gelehrtengesellschaft und eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung, die rund 400 herausragende Wissenschaftler über Fach- und Ländergrenzen hinweg vereint. Sie ist die größte außeruniversitäre Einrichtung Niedersachsens auf dem Gebiet der geisteswissenschaftlichen Grundlagenforschung.

Zwei ifh-Beträge im Sammelband über Handwerk in Brandenburg

Das Kulturland Brandenburg steht in diesem Jahr unter dem Thema "Handwerk zwischen gestern und übermorgen". Aus diesem Anlass hat die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH eine Publikation herausgegeben, zu der auch zwei Mitarbeiter des ifh Göttingen Beiträge erstellt haben. Jörg Thomä beschäftigt sich zusammen mit Dorothee Hemme über die Rolle des Handwerks im 21. Jahrhundert, wobei der Bogen zwischen Weltkulturerbe und Wirtschaftskraft gespannt wird. Klaus Müller zeigt in seinem Beitrag die Bedeutung des Handwerks als Wirtschaftsfaktor auf und zeichnet die Entwicklung in den letzten 25 Jahren nach.

ifh Göttingen veröffentlicht Studie zu Energiekosten, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Handwerk

Handwerksunternehmen nutzen ihr Potenzial für Energieeinsparungen nur selten. Energieeinsparungen werden meist dann realisiert, wenn die Maßnahmen mit einer Kostenersparnis verbunden sind beziehungsweise sich relativ leicht umsetzen lassen. Diese Erkenntnisse filtert jetzt eine Studie des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh) aus einer großen Energieumfrage des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) heraus, die der ZDH im Jahr 2012 bundesweit bei 5.300 Handwerksunternehmen erhoben hat.

Die betrieblichen Energiekosten innerhalb einer Branche haben nur geringen Einfluss auf Effizienzmaßnahmen. Die Studie schließt daraus, dass sehr ineffiziente Unternehmen vermutlich schon dem Wettbewerbsdruck gewichen, d.h. aus dem Markt ausgeschieden sind und weitere Einsparpotentiale nicht mehr betriebswirtschaftlich rentabel umsetzbar wären.

ifh-Working Paper untersucht die Auswirkungen der Handwerksnovelle 2004

In dem neuesten Working Paper untersuchen Wissenschaftler des ifh Göttingen die Auswirkungen der Reform der Handwerksordnung aus dem Jahr 2004. Diese Untersuchung ist deshalb von aktueller Relevanz, weil auf europäischer Ebene breit über die Regulierung von Berufen diskutiert wird. Im Ergebnis zeigt die Studie, dass sich die großen Hoffnungen der damaligen Befürworter der Reform nicht erfüllt haben. Weder ist es zu einer Beschäftigtenexpansion im Handwerk gekommen, noch können Impulse für Ausbildungsplätze beobachtet werden.

Projekt Handwerk 2025 startet in Stuttgart mit erstem Workshop

Mit dem Thema "Internationalisierung" startete am 6. April 2016 das landesweite Projekt "Dialog und Perspektive Handwerk 2025" bei der Handwerkskammer Region Stuttgart. 20 Unternehmer diskutierten mit Wissenschaftlern und Vertretern des baden-württembergischen Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft über zukünftige Voraussetzungen und Hürden beim Auslandsgeschäft sowie die Mobilität von Auszubildenden und Fachkräften.

Als zentrale Stellgrößen einer zukünftigen Internationalisierung im Handwerk identifizierten die Handwerksunternehmer vor allem die finanziellen und personellen Kapazitäten im Betrieb, verkürzte Produktions- und Lieferzyklen sowie die Preissensibilität ausländischer Kunden. Das Prädikat "Made in Germany" zeichne sich jedoch weiterhin als zukunftsfähiger Qualitätsstandard ab.

Energie-Effizienz in Handwerksunternehmen - Gibt es Verbesserungspotenziale?

Im Durchschnitt haben Handwerksunternehmen niedrige Energiekosten. Aber führen Unternehmen, welche höhere Energiekosten aufweisen, auch häufiger Effizienzmaßnahmen durch? Die Ergebnisse eines neuen Working Papers des ifh Göttingen zeigen, dass ein höherer Energiekostenanteil, aber auch höhere Energiekosten pro Mitarbeiter keinen Einfluss auf die Durchführung von Effizienzmaßnahmen haben. Ein Grund für dieses Ergebnis könnte die Konkurrenz der Unternehmen untereinander sein. Wenn ein Unternehmen ineffizient arbeitet, wird es sich langfristig nicht am Markt behaupten können. Außerdem zeigt die Analyse, dass Effizienzberatungen, je nach Sektor, sehr unterschiedliche Wirkungen auf die Durchführung von Effizienzmaßnahmen haben. Es sollte also genauer geprüft werden, warum Beratungen in einigen Bereichen weniger gut funktionieren.

Verspricht ein Meistertitel höhere Qualität bei Handwerksleistungen?

Das ifh Göttingen hat unter dem Titel "Masterful Meisters - Quality Effects of the Deregulation of the German Craft Sector" ein neues Working Paper veröffentlicht. Die Studie untersucht anhand von Daten der digitalen Plattform "MyHammer", ob Meisterbetriebe Handwerksleistungen mit einer höheren Qualität liefern als Nicht-Meisterbetriebe. Als wichtigstes Ergebnis zeigt die Studie, dass der Meistertitel einen positiven und signifikanten Effekt auf Kundenbewertungen sowie auf die Überlebensdauer einer Handwerksfirma auf der Online-Plattform hat.

Internationale wissenschaftliche Debatte zu den Auswirkungen der Deregulierung im deutschen Handwerk

In ihrem neuen Working Paper zeigen die Wissenschaftler des ifh Göttingen, dass die Überlebensrate von neugegründeten Unternehmen nach der Deregulierung der Handwerksordnung im Jahre 2004 gefallen ist. Ein wichtiger Grund für die gesunkenen Überlebensraten ist das gesunkene Ausbildungsniveau der Betriebsinhaber. Damit widersprechen die Wissenschaftler des ifh Göttingen einer Studie von Rostam-Afschar (2014), in der keine Hinweise auf verringerte Überlebenswahrscheinlichkeiten von zulassungsfreien Handwerksbetrieben gefunden wurden. Der Unterschied könnte dadurch zustande gekommen sein, dass der von Rostam-Afschar (2014) verwendete Datensatz sehr wahrscheinlich eine große Anzahl von Nicht-Handwerkern enthält, die von der Analyse ausgeschlossen werden müssen, damit kein verfälschtes Ergebnis entsteht.

Das ifh Göttingen stellt Kammervertretern aktuelle Forschungsergebnisse vor

Am 16. Februar 2016 ist der mitteldeutsche Gewerbe- und Innovationsförderausschuss in Leipzig zusammengetroffen. Vor den Vertretern einer Reihe von Handwerkskammern sprach Dr. Jörg Thomä auf dieser Sitzung über Innovationshemmnisse in Handwerksunternehmen. Sein Vortrag trug den Titel: "Innovationshemmnisse in KMU – Untersuchungsergebnisse aus Handwerkssicht".

Expertise des ifh Göttingen zur Soloselbstständigkeit gefragt

Mehrere Zeitschriften bzw. Zeitungen (zum Beispiel Spiegel-Online, Focus, DIE WELT) haben in der Woche vom 10. bis 16. Februar 2016 den Geschäftsführer des ifh Göttingen, Dr. Klaus Müller, mit einigen Aussagen zur Bedeutung der Soloselbstständigkeit im Handwerk zitiert. Dabei wies Dr. Müller auf den Anstieg der Soloselbstständigkeit aufgrund der Handwerksnovellierung von 2004, der EU-Osterweiterung und der Möglichkeiten der neuen Kommunikationstechnologien "Mein Tablet ist mein Büro" hin. Dabei erwähnte er neben den Vorteilen, die der Verbraucher durch die meist günstigeren Stundenverrechnungssätze von Soloselbstständigen hat, auch mögliche Probleme, die vor allem bei der Gewährleistung liegen, denn viele Ein-Personen-Betriebe verschwinden bald wieder vom Markt. Durch die neue SoKa-Bau-Umlage zur Ausbildung in Höhe von 900 € könnte die Zahl der Marktaustritte im Kleinstunternehmerbereich noch steigen.

ifh Göttingen analysiert zusammen mit dem itb Karlsruhe Perspektiven für das Handwerk in Baden-Württemberg

Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche und die damit verbundene Vernetzung von Geschäftsprozessen hin zum "Internet der Dinge" werden innerhalb weniger Jahre einen Großteil der heutigen Wertschöpfungsprozesse radikal verändern. Gleichzeitig sind die ersten Auswirkungen des demographischen Wandels in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Fachkräftesicherung gehört mittlerweile zu einem der drängendsten Probleme im Handwerk. Klimawandel und Energiewende gelten als weitere wichtige Treiber für zu erwartende umfassende wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen.

Der ifh-Tätigkeitsbericht 2015 bietet umfassenden Einblick in das Kompetenzzentrum für volkswirtschaftliche Fragestellungen im Mittelstand

Tätigkeitsbericht 2015

Auch wenn das Handwerk auf den ersten Blick eine langfristige Kontinuität aufweist, unterliegt es bis heute stetig strukturellen Entwicklungen, die dank wirtschaftswissenschaftlicher Forschung zeitnah offenkundig werden. So werden z.B. die Auswirkungen der Novelle der Handwerksordnung (HwO) 2004 deutlich, die für viele Handwerke die Zulassungspflicht aufgehoben hat. Lassen sich aus dieser in Deutschland geltenden Veränderung Rückschlüsse für die Transparenzinitiative ableiten, mit der die EU-Kommission den Berufszugang europaweit vereinfachen möchte? Oder: Wie steht es beispielsweise mit den Folgen der Energiewende für das Handwerk, etwa in Bezug auf Energie-effizienz? Wie modern ist überhaupt Handwerk heutzutage, wie steht es um Innovationen, Forschung und Entwicklung?

Untersuchung zu Innovationshemmnissen in kleinen und mittleren Unternehmen

In der Langfristperspektive hat im Bereich der kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) die Innovationsdynamik nachgelassen. Dies gilt vor allem für solche Segmente der mittelständischen Wirtschaft, die typischerweise weniger stark auf eigene Forschung und Entwicklung setzen. Um entsprechende KMU zu Innovationsanstrengungen zu bewegen, bildet der Abbau bzw. die Milderung von konkreten Hemmnisfaktoren einen möglichen Ansatzpunkt für die Wirtschaftspolitik. Um die dahingehende Informationsbasis zu verbessern, hat das ifh Göttingen zusammen mit der KfW Research eine wissenschaftliche Untersuchung durchgeführt.

Neuer wissenschaftlicher Mitarbeiter am ifh Göttingen

Seit dem 01.01.2016 ist Johannes Loh als neuer Mitarbeiter am ifh Göttingen tätig. Im Frühjahr 2015 schloss Herr Loh sein Studium der "International Economics" an der Georg-August-Universität Göttingen ab. Am Institut wird er an dem von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Projekt „Lohnbildung im Handwerk“ mitarbeiten.

Wechsel im Sekretariat des ifh Göttingen

Die bisherige langjährige Verwaltungsangestellte des ifh Göttingen, Frau Ulrike Witze, ist Ende des Jahres 2015 in den Ruhestand gegangen. Sie war für fast 35 Jahre die erste Anlaufstelle für Besucher des Instituts. Viele Fäden liefen bei ihr zusammen.

Ihre Nachfolgerin ist Frau Winny Theisen. Frau Theisen ist in erster Linie zuständig für die allgemeine Korrespondenz, die Buchhaltung und Haushaltsüberwachung des ifh Göttingen, für die Personalverwaltung sowie die Text-und Graphikbearbeitung des Instituts.

Neues ifh-Drittmittelprojekt zur Lohnbildung im Handwerk

Beginnend mit dem 2. Januar 2016 werden am ifh Göttingen im Rahmen eines neuen, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Projekts, die Prozesse der Lohnbildung im Handwerk analysiert. In diesem Zusammenhang sollen die Lohnstrukturen im Handwerk zunächst deskriptiv auf der Grundlage vorhandener Sekundärdatensätze untersucht und den Einkommen in nicht-handwerklichen Bereichen der Volkswirtschaft gegenübergestellt werden. Den zentralen Schwerpunkt des Forschungsvorhabens bildet schließlich die Untersuchung der Bestimmungsfaktoren der Lohnbildung im Handwerk.

Die Projektlaufzeit beträgt 20 Monate. Der Projektabschlussbericht wird im Herbst 2017 vorgelegt.

Erster Meilenstein auf dem Weg zu einem eigenen Handwerkspanel

Dem Handwerk fehlen verlässliche Daten. Nicht nur in der amtlichen Statistik, auch in umfangreichen empirischen Erhebungen wie dem IAB-Betriebspanel, dem Mikrozensus oder dem Sozioökonomischen Panel sind valide Informationen über Handwerksunternehmen und die dort tätigen Personen Mangelware. Diese unbefriedigende Datenlage trägt dazu bei, dass das Handwerk in der wirtschaftspolitischen Diskussion häufig keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielt.

ifh-Kurzexpertise im Auftrag der International Labor Organization (ILO)

In Vorbereitung eines Symposiums ("The Future of Work") und eines längerfristigen Forschungsvorhabens, beauftragte die ILO (Genf) das ifh Göttingen, eine Kurzstudie zur Rolle des Handwerks in der digitalisierten Welt von Morgen zu erstellen. Im Rahmen dieser Kurzexpertise soll untersucht werden, ob die handwerkliche Wertschöpfung auch in der Zukunft von großer Bedeutung sein wird. Im Mittelpunkt der Analyse steht die Frage, inwieweit sich kundenorientierte Produktionsprozesse automatisieren lassen.

ifh Göttingen erhält Auftrag, der Handwerkskammer Erfurt beim Aufbau eines regelmäßigen Berichtssystems zu helfen

Die Handwerksbetriebe stehen in Zukunft mannigfaltigen Herausforderungen (Fachkräfteengpässe, Digitalisierung, neue Marktfelder und Technologien) gegenüber. Zu deren Bewältigung sind diese auf die Unterstützung der Handwerkskammern angewiesen. Vor diesem Hintergrund will die Handwerkskammer Erfurt ein Berichtssystem aufbauen mit dem Ziel, durch die regelmäßigen Befragungen wichtige Strukturdaten der ansässigen Kammerbetriebe und Informationen über deren Wünsche und Bedürfnisse zu erheben. Dies soll es den Handwerkskammern ermöglichen, bei der Ausgestaltung von Gewerbeförderungs- und Bildungsmaßnahmen adäquat zu reagieren und das Leistungsangebot dementsprechend auszurichten.