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Forschungsinstitut
im Deutschen Handwerksinstitut e. V.

sowie die
Wirtschaftsministerien
der Bundesländer

ifh Göttingen stellt Handwerkskammern Forschungsergebnisse vor

Auf der diesjährigen Nordkonferenz der Handwerkskammern hat ifh-Mitarbeiter Dr. Jörg Thomä die Ergebnisse eines jüngst abgeschlossenen Forschungsprojekts zur Bedeutung des handwerklichen Ehrenamts präsentiert. Das Thema seines Vortrags lautete "Ehrenamtliches Engagement der Arbeitgeber im Handwerk – Eine Untersuchung am Beispiel NRW". Die Nordkonferenz repräsentiert einen Verbund von 15 Handwerkskammern. Der Teilnehmerkreis setzt sich aus den Präsidenten und Hauptgeschäftsführern der Kammern zusammen. Die Tagung fand vom 27. bis 28. August 2018 in der Handwerkskammer Lübeck statt.

Studie zum Handwerk im ländlichen Raum veröffentlicht

Das Handwerk ist ländlich. Dies zeigt eine Analyse von Handwerksstruktur- und Regionaldaten durch das ifh Göttingen. Obwohl das Handwerk auch in den Städten eine gewichtige Rolle spielt, liegt der Beschäftigungsbeitrag des Handwerks in ländlichen Regionen um rund 30 % höher als in städtischen Regionen. In den meisten der 402 deutschen Kreise liegt der Anteil der Handwerker an allen Erwerbstätigen über 10 %. Gerade in solchen Räumen, die eine niedrigere Wirtschaftsleistung aufweisen als Städte, übernimmt das Handwerk eine stabilisierende Funktion. In diesen Regionen sind eine geringere Armut, eine hohe Ausbildungsquote bei Jugendlichen und eine geringere Betroffenheit von Abwanderung zu verzeichnen. Die Strukturförderung des ländlichen Raumes konzentriert sich zugleich auf weniger stark handwerklich geprägte Räume.

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Leitartikel im Wirtschaftsdienst zur Wiedereinführung der Meisterpflicht

Die jüngste Initiative zur Wiedereinführung der Meisterpflicht in den 2004 zulassungsfrei gestellten Gewerken hat die alte Debatte zum Für und Wider des Großen Befähigungsnachweises befeuert. Im Leitartikel der Augustausgabe des Wirtschaftsdienstes diskutieren die ifh-Mitarbeiter Dr. Petrik Runst und Dr. Jörg Thomä die diesbezüglichen Pro- und Kontra-Argumente. Thomä betont die wichtige volkswirtschaftliche Funktion des Handwerks im Bereich der dualen Ausbildung, des Innovationssystems oder der Regionalentwicklung und spricht sich für die Meisterpflicht aus. Runst setzt dagegen, dass die Abschaffung der Meisterpflicht den Migrantenanteil unter selbstständigen und abhängig Beschäftigten erhöht und damit zur Integration in den Arbeitsmarkt beigetragen hat.

Neue Studie zur betrieblichen Ausbildungstätigkeit nach der HWO-Novellierung

In einer neuen Studie des ifh Göttingen analysieren Petrik Runst und Jörg Thomä die Effekte der Novellierung der Handwerksordnung von 2004 hinsichtlich ihrer Wirkung auf die betriebliche Ausbildungstätigkeit. Es zeigt sich, dass sich die Ausbildungsleistung der zulassungsfrei gestellten Gewerke in Folge der Deregulierung verringert hat. Dieser Effekt tritt nach der Wiedereinführung der Ausbilder-Eignungsverordnung für die deregulierten Gewerke im Jahr 2009 auf. Aus den Ergebnissen lässt sich schließen, dass die Abschaffung der Meisterpflicht einen negativen Einfluss auf die Ausbildungsleistung des Handwerks hatte.

Überblicksartikel zu den ökonomischen Effekten der HWO-Novellierung

In der wirtschaftspolitischen Zeitschrift "Wirtschaftsdienst" ist kürzlich ein Überblicksartikel über die bisherigen wissenschaftlichen Studien zu den ökonomischen Effekten der Novellierung der Handwerksordnung von 2004 erschienen. Hierin beschreiben Autoren des ifh Göttingen die theoretischen Zugänge, empirische Erkenntnisse und Forschungslücken zu diesem Thema. Hier können Sie eine Kurzzusammenfassung und Kontaktinformationen zu den Autoren einsehen sowie den Volltext der Studie herunterladen.

Drei neue Drittmittelprojekte am ifh Göttingen: Strukturanalyse Sachsen, Digitale Transformation von Handwerksunternehmen und Relevanz von Reparaturdienstleistungen

Anfang Juli haben am ifh Göttingen drei neue Drittmittelprojekte begonnen. Für das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr wird eine Struktur- und Potenzialanalyse für das Sächsische Handwerk erstellt. Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen wird die digitale Transformation von Handwerksunternehmen in Südniedersachsen untersucht. Für die Freie Universität Berlin wird die ökonomische Relevanz und die Möglichkeit zur Stärkung von Reparaturdienstleistungen im Handwerk analysiert. Nähere Informationen zu den Projekten sind auf deren Projektseiten zu finden:

Struktur- und Potenzialanalyse sächsisches Handwerk 

Ergebnisse der ifh-Studie zur Energieeffizienz im Wohngebäudesektor werden auf zwei internationalen Fachkonferenzen vorgestellt

Im Juni 2018 fanden die zwei internationalen wissenschaftlichen Fachkonferenzen, die International Association for Energy Economics (IAEE) in Groningen und der Atlantic Workshop on Energy and Environmental Economics (AWEEE) in A Toxa (Spanien) statt. Als eine der Vortragenden stellte ifh-Mitarbeiterin Anita Thonipara dort die Ergebnisse der ifh-Studie zur Energieeffizienz im Wohngebäudesektor vor. Die Ergebnisse wurden anschließend im Fachpublikum diskutiert und konnten somit internationale Reichweite erzielen.

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Zusammenhang zwischen Meisterbrief und Kundenzufriedenheit auf Online-Plattform für Handwerksdienstleistungen untersucht

Insbesondere im seit 2004 deregulierten Markt kann der Wegfall von Qualifikationspflichten dazu führen, dass Verbraucher ungewollt eine nicht erkannte niedrige Qualität der Dienst­leis­tungen erhalten, da sie die unterschiedliche Qualität der Anbieter nicht einfach unter­schei­den können.

Auf Basis von Kundenbewertungen auf der Online-Plattform "MyHammer" haben Kaja Fredriksen, Dr. Petrik Runst und Prof. Dr. Kilian Bizer daher untersucht, ob der Meistertitel eine höhere Kundenzufriedenheit mit sich bringt. Die Studie zeigt für diesen Teil des Marktes, dass der Meistertitel ein wirksames Qualitätszeugnis darstellt. Es hilft den Verbrauchern, auf einem deregulierten Markt Anbieter mit dauerhaft höherer Qualität zu iden­ti­fizieren.

Neue Erkenntnisse zu den Auswirkungen der HwO-Novellierung auf die Überlebensraten neu gegründeter Unternehmen

In seiner Studie von 2014 findet Rostam-Afschar keine Hinweise auf eine Reduzierung der Überlebensraten in den 2004 deregulierten Handwerksbereichen. Das ifh Göttingen analysierte Rostam-Afschar’s Daten erneut mit einer präziseren definitorischen Handwerksabgrenzung und unter Beachtung weiterer Verwaltungsdaten. Dabei zeigt sich, dass seine Ergebnisse zum Teil revidiert werden müssen. Tatsächlich fand in der Zeit nach der Deregulierung ein Absinken der Überlebensraten neu gegründeter Unternehmen in den zulassungsfreien Gewerken statt. Ein enger Zusammenhang mit der Deregulierung ist hierbei anzunehmen. Das Forschungspapier wurde als sog. Replikationsstudie in der ökonomischen Fachzeitschrift Empirical Economics veröffentlicht.

Neue Studie des ifh Göttingen: Handwerk ist durch Erfahrung innovativ!

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts "Objekte der Könner. Materialisierungen handwerklichen Erfahrungswissens zwischen Tradition und Innovation" (OMAHETI) beschäftigte sich das ifh Göttingen mit dem Zusammenhang von Erfahrungswissen und Innovationen in traditionellen Handwerksbereichen. Dabei wurde untersucht, in welchen Zusammenhängen Handwerksbetriebe innovieren. Mittels einer Anreiz-Hemmnis-Analyse konnten innovationsfördernde und -hemmende Faktoren im handwerklichen Institutionengefüge identifiziert werden.

Die Deregulierung der Handwerksordnung im Jahre 2004 verursachte einen Anstieg des Migrantenanteils unter Handwerkern

Eine neue Studie des ifh Göttingen zeigt, dass es starke Hinweise auf einen kausalen Zusammenhang zwischen der Deregulierung des Handwerks im Jahre 2004 und dem gestiegenen Migrantenanteil im Handwerk gibt. Während ein solcher Anstieg im Falle von Selbstständigen zu erwarten war, da es vielen Migranten vor 2004 wegen ihrer fehlenden deutschen Bildungsabschlüsse nicht gestattet war, Handwerksunternehmen zu gründen, liefern die Mikrozensusdaten der Jahre 2000 bis 2010 auch starke Hinweise für einen Anstieg des Migrantenanteils unter abhängig Beschäftigten. Es kann vermutet werden, dass ausländische Selbstständige ihnen bekannte Personen einstellen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederum einen Migrationshintergrund haben. Die Forschungsergebnisse wurden im European Journal of Law and Economics veröffentlicht.

Vorstellung der ifh-Studie zum ehrenamtlichen Engagement der Arbeitgeber im NRW-Handwerk

Im Auftrag des Westdeutschen Handwerkskammertags hat das ifh Göttingen untersucht, in welchen Bereichen sich die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber des nordrhein-westfälischen Handwerks ehrenamtlich bzw. freiwillig engagieren und welche wirtschaftliche Bedeutung dieser Tätigkeit zukommt. Im Beisein von NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart wurde die Studie nun am 29.05.2018 in Düsseldorf vom ifh-Mitarbeiter Dr. Jörg Thomä der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

Die ifh-Studie "Ehrenamtliches Engagement der Arbeitgeber im nordrhein-westfälischen Handwerk – Empirisches Erscheinungsbild und wirtschaftliche Bedeutung" steht als Download unter https://www.whkt.de/service/publikationen/grundsaetzliches/ zur Verfügung.

Neue Vorgaben zum Datenschutz

Im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung stellt das ifh Göttingen Informationen zur Abfrage und Speicherung von personenbezogenen Daten und zu den Rechten der Nutzer auf seiner Homepage bereit. Sie finden diese Informationen hier.

Vortrag des ifh-Geschäftsführers beim IfM Bonn

Für eine Institutsvorstellung war Dr. Till Proeger zu Gast im Forschungsseminar des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM). Im anschließenden Austausch der Mitarbeiter wurden Forschungsthemen und künftige Fragestellungen der deutschen Mittelstandsforschung diskutiert.

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Publikation zur Wissensweitergabe im Handwerk

Eine neue Studie des ifh Göttingen über innovative Wissensweitergabe im Handwerk wurde in der Fachzeitschrift Journal of the Knowledge Economy mit dem Titel "Knowledge Spillovers and Absorptive Capacity – Institutional Evidence from the ’German Mittelstand’" zur Veröffentlichung angenommen. Auf Basis von rund 180 Interviews mit Handwerkern auf Fachmessen beschreibt die Studie Kanäle des Wissenstransfers im Handwerk. Dabei werden vielfältige Organisationsformen, Marktgegebenheiten, gesetzliche Regelungen sowie Werte und Prägungen der Handwerker aufgezeigt, die sich positiv auf die Weitergabe von neuem Wissen zwischen Forschung & Entwicklung und Handwerksbetrieben auswirken.

Transdisziplinäres Forschungsprojekt OMAHETI präsentiert Ergebnisse

Das BMBF-geförderte, 3-jährige Projekt "Objekte der Könner. Materialisierungen handwerklichen Erfahrungswissens zwischen Tradition und Innovation", kurz OMAHETI, hat unter Beteiligung des ifh Göttingen den Zusammenhang von Erfahrungswissen und Innovationen am Beispiel traditioneller Handwerksbereiche untersucht. Am 10. April 2018 präsentierte OMAHETI nun in der ehrwürdigen Alten Mensa der Universität Göttingen Projektergebnisse ganz besonderer Art, nämlich in Form zweier Dokumentarfilme. Bis 2019 werden nun die Ergebnisse in verschiedene Ausstellungsformate überführt.

Neuer Geschäftsführer am ifh Göttingen

Zum 01.04.2018 hat Dr. Till Proeger am ifh Göttingen die Stelle des Geschäftsführers besetzt. Er ersetzt damit den langjährigen Geschäftsführer Dr. Klaus Müller, der im Februar 2018 in den Ruhestand verabschiedet wurde. Herr Proeger studierte Volkswirtschaftslehre sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte und promovierte 2014 mit einer verhaltensökonomischen Arbeit bei Professor Dr. Kilian Bizer. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Institutionen-, Innovations- und Verhaltensökonomik sowie deren Anwendung auf Fragen der Mittelstands- und Handwerksforschung. Sein vollständiges Forschungsprofil kann hier eingesehen werden.

Studie des ifh Göttingen liefert neue Daten zu den Auswirkungen der Teilderegulierung des Handwerks 2004

Vor 14 Jahren wurde das Gesetz zur Ordnung des Handwerks, besser bekannt als die Handwerks­ordnung (HwO), novelliert. Seither muss für die Mehrzahl der Handwerkszweige keine berufliche Qualifizierung mehr nachgewiesen werden, um sie als selbstständiges Gewerbe auszuüben; sie sind folglich zulassungsfrei. Als ein Erfolg der HwO-Novelle wird angesehen, dass dadurch ein Existenz­gründungsboom entstanden sei. Kritisch ordnet eine neue Studie des ifh Göttingen die Folgen der HwO-Novelle ein und nennt sie einen "gravierenden Einschnitt in das Gefüge der deutschen Handwerkswirtschaft".

Prof. Dr. Kilian Bizer zur aktuellen Situation des Handwerks im MDR

In einer Diskussionsrunde im Mitteldeutschen Rundfunk zum gegenwärtigen Stand und künftigen Erfordernissen an das Handwerk stellte Prof. Bizer in seiner Rolle als Direktor des ifh Göttingen die Forschungsergebnisse des ifh und deren Konsequenzen für Handwerkswirtschaft und Handwerksorganisationen dar.

Die Diskussionsrunde in Erfurt kann hier online angesehen werden: Link zur MDR-Sendung

ifh Göttingen bei der Bundeshandwerkskonferenz 2018

Auf der 22. Bundeshandwerkskonferenz der IG Metall, die am 16. und 17. März 2018 in Frankfurt am Main stattfand, diskutierten 140 Mitglieder der handwerklichen Selbstverwaltung und Betriebsräte darüber, wie sich das Handwerk weiterentwickeln muss, um für die kommenden Generationen der jungen Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer attraktiv zu bleiben. Die Perspektiven der Branche standen auch im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion, die zwischen Thorsten Schäfer-Gümbel, stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD, Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, und Ralf Kutzner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, am ersten Tagungstag stattfand. Einen Auftakt zu dieser Podiumsdiskussion bildete der Vortrag der ifh-Mitarbeiterin Dr. Katarzyna Haverkamp. Dr. Haverkamp stellte die aktuellen Ergebnisse der Studie zu den "Lohnstrukturen in Handwerksbetrieben" vor, die das ifh Göttingen im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung durchgeführt hat.