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Forschungsinstitut
im Deutschen Handwerksinstitut e. V.

sowie die
Wirtschaftsministerien
der Bundesländer

Neue Studie zu den Lohnstrukturen im Handwerk

Ein Vergleich der Durchschnittsverdienste zeigt, dass Beschäftigte im Handwerk etwa 20 Prozent weniger verdienen als Beschäftigte in anderen Sektoren. Anhand detaillierter statistischer Analysen untersucht eine neue Studie des ifh Göttingen die Gründe für diesen Lohnunterschied. Es zeigt sich, dass sich die Differenz zur Hälfte durch die Unterschiede in der Qualifikationsstruktur erklären lässt, insbesondere den geringeren Grad der Akademisierung. Hinzu kommt, dass die Einkommen zwar durch branchenspezifische Mindestlöhne abgesichert sind, die Tarifbindung aber schwächer ausgeprägt ist als in der Gesamtwirtschaft.

Katarzyna Haverkamp, Kaja Fredriksen: Lohnstrukturen im Handwerk, Study der Hans-Böckler-Stiftung Nr. 380, März 2018

Publikation zur Institutionalisierung von Wissensspillovern

Als Co-Autoren veröffentlichten Prof. Dr. Kilian Bizer und Dr. Till Proeger kürzlich eine Studie zur regionalen Vernetzung und zur bestmöglichen Organisation von Wissenstransfers zwischen Hochschulen und Unternehmen. Die nun gedruckt vorliegende Studie ist ein Beitrag zur angewandten Regionalförderung in Südniedersachsen und beschreibt innovationsökonomische Erfordernisse einer an Wissenstransfers ausgerichteten Regionalpolitik und sowie deren konkrete institutionelle Umsetzung in Südniedersachsen durch den Südniedersachsen Innovationscampus SNIC. Der Forschungsartikel ist in der Zeitschrift "Neues Archiv für Niedersachsen" erschienen.

Bizer, K. & T. Proeger, 2017: Zur Institutionalisierung von Wissensspillovern zwischen Unternehmen und Hochschulen in Südniedersachsen, Neues Archiv für Niedersachsen 2.2017, S.133-141.

Mitarbeiterbindung im Handwerk

Die Hauptgeschäftsführer von Handwerkskammern und handwerklichen Fachverbänden berieten am 21. und 22. Februar 2018 in Bayreuth beim letzten Treffen des ZDH-Beirats "Unternehmensführung im Handwerk" zum Thema "Handwerk attraktiv – Wie können Betriebe ihre Fachkräfte binden & für sich begeistern?". Am 2. Tagungstag hielt Dr. Katarzyna Haverkamp auf Einladung des Beirats einen Impulsvortrag unter dem Titel "Mitarbeiterbindung im Handwerk". In dem Vortrag ging Frau Dr. Haverkamp auf die Frage ein, welche Faktoren über die Bindung von Nachwuchskräften im Handwerk in unterschiedlichen Erwerbsphasen entscheiden.  

Handwerksforschung in Göttingen zielt stets auf den Nutzen für die Zukunft

Tagung zum 65-jährigen Jubiläum des ifh Göttingen diskutiert das Zusammenspiel von Handwerk und Wissenschaft

Fundierte Analysen am Puls der Zeit, wichtige Erkenntnisse für Regierungen und Parlamente - die Arbeitsergebnisse, die das ifh Göttingen in mehr als sechs Jahrzehnten vorgelegt hat, wurden durchweg positiv beurteilt, als am 16. Februar 2018 mehr als 150 Repräsentanten aus Handwerk, Politik und Wissen­schaft in Göttingen das 65. Gründungsjubiläum der Forschungseinrichtung feierten. Handwerks­präsident Hans Peter Wollseifer unterstrich, dass die Ergebnisse der ifh-Studien stets "auf die Zukunft" des Handwerks abzielten.

Geschäftsführer des ifh Göttingen geht in den Ruhestand

Fast ein ganzes Berufsleben lang hat Dr. Klaus Müller die Handwerkswirtschaft erforscht, jetzt tritt er nach 40 Jahren Mitarbeit im ifh Göttingen in den Ruhestand. Wie kaum ein Zweiter hat Klaus Müller über die letzten Jahrzehnte hinweg die deutsche Handwerksforschung geprägt. Das 65. ifh-Gründungsjubiläum nahm Institutsdirektor Prof. Dr. Kilian Bizer daher zum Anlass, um am 16. Februar 2018 diese berufliche Leistung im feierlichen Rahmen zu würdigen und Dr. Klaus Müller im Beisein vieler seiner beruflichen Wegbegleiter in den Ruhestand zu verabschieden. An der Verabschiedungsfeier nahm eine Vielzahl beruflicher Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter teil.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der ifh-Tätigkeitsbericht 2017 informiert über aktuelle Themen in der Handwerksforschung

So vielschichtig wie das Handwerk und seine Branchen ist auch die Wirtschaftsforschung über die "Wirtschaftskraft von nebenan". Die Studien, die das ifh Göttingen erstellt, bleiben dabei nicht für den Elfenbeinturm reserviert, sondern bemühen sich stets um anwendungsorientierte Forschung, betont Institutsdirektor Prof. Dr. Kilian Bizer. Diese Ausrichtung bestätigt der jetzt erschienene Tätigkeitsbericht über das Forschungsjahr 2017.

Alterssicherung von Betriebsinhabern im Handwerk

Der "goldene Boden" des Handwerks verliert an Glanz, wenn man auf die Alterssicherung der Betriebsinhaber sieht. Einer neuen Studie des ifh Göttingen zufolge erwarten mehr als 60 Prozent der Inhaber von Handwerksbetrieben eine gesetzliche Rente von weniger als 600 Euro. Nur jeder Achte hat Aussicht auf mehr als 1.000 Euro. Drei Viertel der Inhaber von Handwerksbetrieben wenden mehr Geld für die private Altersvorsorge auf als für die gesetzliche Rentenversicherung. Dabei bestehen nach wie vor deutliche Unterschiede zwischen Soloselbstständigen aus dem zulassungsfreien und dem zulassungspflichtigen Handwerk und auch zwischen kleinen und größeren Handwerksbetrieben. Außerdem zeichnet sich ein klares West-Ost-Gefälle ab.

ifh-Mitarbeiter veröffentlichen Aufsatz über Alterssicherung in der Zeitschrift "Sozialer Fortschritt"

Die Alterssicherung Selbstständiger rückt vermehrt in den Mittelpunkt der sozialpolitischen Debatte. Das Handwerk ist in diesem Zusammenhang aufgrund der Handwerkerpflichtversicherung und der Novellierung der Handwerksordnung 2004 von besonderer Bedeutung. Der Aufsatz "Die Alterssicherung Selbstständiger im Handwerk" präsentiert erste empirische Ergebnisse für die Beurteilung der Altersvorsorge Selbstständiger im Handwerk. Als Datenbasis dient die Umfrage "Alterssicherung im Handwerk", die in Zusammenarbeit mit acht Handwerkskammern durchgeführt wurde.

Thonipara, Anita und Müller, Klaus (2017): Die Alterssicherung Selbstständiger im Handwerk, in: Sozialer Fortschritt, 66(2017), S. 875-896

Weitere Informationen

ifh Göttingen und IW-Köln veröffentlichen eine Studie zur "Energiewende im Gebäudesektor"

Im Sommer 2017 beendete das ifh Göttingen ein dreijähriges Projekt zur Energiewende im Gebäudesektor, welches von der Schwäbisch Hall Stiftung gefördert wurde. Die Erkenntnisse dieses Projekts wurden nun in der Reihe IW-Analysen (Nr.119) komprimiert dargestellt und veröffentlicht. Ein Kernkapitel des Buches bezieht sich auf die Forschungsarbeiten des ifh Göttingen zur Energieeffizienz in europäischen Wohngebäuden (ifh Working Paper Nr. 12).

Das handwerk magazin präsentiert die „Köpfe des Jahres 2017“

Das handwerk magazin präsentiert jährlich als "die wichtigsten Köpfe des Jahres" Personen, die mit ihren Leistungen und Aktionen für den Wirtschaftsbereich Handwerk beeindruckten. In diesem Jahr wurde unter der Rubrik "Die Aktivisten" auch der Geschäftsführer des ifh Göttingen, Dr. Klaus Müller, mit aufgeführt. Dr. Müller  wurde für seine vielfältigen Forschungsarbeiten über das Handwerk geehrt.

Link zur Pressemeldung

Mitgliederversammlung 2017: ifh Göttingen blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück

Ein Bericht über die vergangenen und zukünftigen Forschungsaktivitäten am ifh Göttingen stand im Mittelpunkt der alljährlichen Mitgliederversammlung des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen e.V., die am 28. November 2017 stattfand.

Vortrag auf der SNIC-Ringveranstaltung "Innovation und Wissenschaft"

Am 23.11.2017 fand der zweite Teil der Ringveranstaltung "Innovation und Wissenschaft" der SNIC-Innovationsakademie zu den Themen Lernen und Innovationsfähigkeit von KMU sowie Koordination und Führung in Teams statt. Veranstaltungsort war das Oeconomicum der Universität Göttingen. Als einer der beiden Redner sprach ifh-Mitarbeiter Dr. Jörg Thomä  zum Thema "Der DUI-Modus - Ein Ansatz zur besseren Messbarkeit von Innovationen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)?". Die dreiteilige Ringveranstaltung legt den Fokus auf die Umsetzung von Innovationen in der Wissenschaft und im unternehmerischen Kontext. Gastgeber sind der Südniedersachsen-InnovationsCampus (SNIC) und der Wirtschaftskontaktbereich der Universität Göttingen.

ifh Göttingen veröffentlicht eine Studie über das Handwerk in Hamburg

Handwerksbetriebe brauchen Beistand von Kammern, Verbänden und Staat. Technologischer Fortschritt, Demografie und Wertewandel ermöglichen gute Zukunftschancen, sind aber von den Unternehmen nicht im Alleingang zu bewältigen.

Die Entwicklung des Handwerks als kleinbetrieblich bis mittelständisch organisierter Wirtschaftszweig hängt von vielen Einflüssen ab. Politik, Unternehmen und Verwaltungen haben bei Zukunftsszenarien schnell ihre eigenen Blickwinkel besetzt, so dass eine gemeinsame Perspektive nur schwer zu ermitteln ist. Das Handwerk und die Wirtschaftsbehörde des Stadtstaates Hamburg haben jetzt mit wissenschaftlicher Unterstützung des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh) und des CIMA Instituts für Regionalwirtschaft, Hannover, eine Initiative zur Lageeinschätzung umgesetzt.

Fortbildungsseminar zum Thema Einkommen und Alterssicherung im Handwerk

Das Thema "Einkommen und Alterssicherung im Handwerk" bildete den Schwerpunkt des diesjährigen ifh-Fortbildungsseminars für Berater und Beraterinnen der Handwerksorganisationen. Die dreitägige Veranstaltung fand vom 6. bis zum 8. November 2017 in Würzburg statt. Am ersten Tag wurde zunächst eine Bestandsaufnahme zur aktuellen Lohnverteilung der abhängig Beschäftigten im Handwerk sowie zur Altersvorsorge von Betriebsinhabern im Handwerk vorgenommen. Praktische Vorträge zum Regelwerk der Gesetzlichen Rentenversicherung für Handwerker, zu weiteren Vorsorgeprodukten für Betriebsinhaber und Mitarbeiter der Handwerksbetriebe sowie ein Erfahrungsbericht aus der täglichen Beratungsarbeit der Handwerkskammern bildeten den Schwerpunkt am zweiten Tag der Veranstaltung.

Neuer wissenschaftlicher Mitarbeiter am ifh Göttingen

Seit dem 01. November 2017 ist Dr. Till Proeger als neuer Mitarbeiter am ifh Göttingen tätig. Herr Proeger studierte Volkswirtschaftslehre mit umwelt- und institutionenökonomischem Schwerpunkt sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte mit einem Schwerpunkt auf ökonomischer Ideengeschichte und historischer Währungspolitik. Er promovierte 2014 bei Prof. Dr. Kilian Bizer mit einer verhaltensökonomischen Arbeit über volkswirtschaftliche Prognosetätigkeit. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der mittelständischen Innovationstätigkeit und Digitalisierungsprozesse, der Förderung von Wissensspillovern im handwerklichen Mittelstand und der Ausgestaltung der Regulierung des deutschen Handwerks.

Drittmittelprojekt zur besseren Messung von Innovationsaktivitäten in KMU

Seit Anfang Oktober beteiligt sich das ifh Göttingen an einem BMBF-finanzierten Forschungsprojekt zur Messung der Besonderheiten von Innovationsprozessen in KMU. Konkret geht es um die bessere Erfassung von praxisnahem "Learning by Doing, Using and Interacting (DUI)", das auf erfahrungsbasiertem Können gründet. Der DUI-Modus spielt für das deutsche Innovationssystem eine ausgesprochen wichtige Rolle und ist gerade für das Handwerk typisch. Vor diesem Hintergrund analysiert das Projekt "InDUI" die vorhandene Innovationsindikatorik, um diese im nächsten Schritt im Hinblick auf DUI-Innovationsaktivitäten weiterzuentwickeln. Entsprechend soll in den kommenden drei Jahren das Methodenset der Innovationsmessung in Deutschland in Hinblick auf KMU erweitert werden.

ifh Göttingen auf dem BIBB-Kolloquium zur Berufsbildungsforschung

Auf Einladung des Bundesinstituts für Berufsbildung referierte Frau Dr. Haverkamp im Rahmen des BIBB-Kolloquiums zur Berufsbildungsforschung am 10.10.2017 in Bonn über die Mobilität und das Einkommen von Handwerksgesellen. Das BIBB-Kolloquium stellt ein Diskussionsforum für aktuelle Forschungsarbeiten im Bereich der Berufsbildungsforschung dar und dient dem wissenschaftlichen Austausch zwischen dem BIBB und anderen Forschungseinrichtungen. Frau Dr. Haverkamp diskutierte mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des BIBB über die aktuellen Ergebnisse ihrer Arbeit zur sektoralen und beruflichen Arbeitsmarktmobilität von Handwerksgesellen und über die Auswirkungen dieser Mobilität auf die Löhne von handwerklich qualifizierten Fachkräften.

Studie des ifh Göttingen ordnet die volkswirtschaftliche Bedeutung des Handwerks neu ein

Das Handwerk gilt schon immer als eines der Schwergewichte innerhalb der deutschen Volkswirtschaft. Eine genaue Einordnung fällt bisher jedoch nicht leicht, weil sich die verfügbaren statistischen Daten für einen Vergleich mit der Gesamtwirtschaft als zu unterschiedlich erweisen. Das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh Göttingen) beseitigt jetzt dieses Defizit mit einer neuen Studie, in der die Bedeutung des Handwerks innerhalb der Gesamtwirtschaft und seine Veränderung in den zurückliegenden Jahren genauer analysiert wird.

Neuer wissenschaftlicher Mitarbeiter am ifh Göttingen

Seit dem 01.10.2017 ist Harm Alhusen als neuer Mitarbeiter am ifh Göttingen tätig. Herr Alhusen studierte Volkswirtschaftslehre im Bachelor- und Masterprogramm der Georg-August-Universität Göttingen. Am ifh Göttingen wird Herr Alhusen als Doktorand im BMBF-Verbundprojekt "InDUI – Innovationsindikatorik für den Doing-Using-Interacting Modus bei KMU" arbeiten und zugleich an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen promovieren.

Volkswirte-Forum 2017

Auf Einladung der Handwerkskammer Hamburg haben sich am 25. und 26. September 2017 die Volks­wirte des Handwerks zu einer zweitägigen Veranstaltung getroffen. Das diesjährige Volkswirte-Forum des Handwerks stellte Wissen als wertvolle Ressource gerade auch für die Handwerksunternehmen heraus. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten intensiv über die Wissensarten im Handwerk und betonten insbesondere die Rolle des Erfahrungswissens. "Handwerker verfügen über sehr viel wertvolles implizites Wissen. Gerade die Könnerschaft im Handwerk erfordert Erfahrungswissen in Bezug auf Materialien und Verarbeitungsbedingungen, welches nicht einfach aus Büchern zu erwerben ist", stellt Benjamin W. Schulze klar, der den Zusammenhang von Tradition und Innovation am handwerklichen Erfahrungswissen festmacht.