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Forschungsinstitut
im Deutschen Handwerksinstitut e. V.

sowie die
Wirtschaftsministerien
der Bundesländer

Zusammenhang zwischen Meisterbrief und Kundenzufriedenheit auf Online-Plattform für Handwerksdienstleistungen untersucht

Insbesondere im seit 2004 deregulierten Markt kann der Wegfall von Qualifikationspflichten dazu führen, dass Verbraucher ungewollt eine nicht erkannte niedrige Qualität der Dienst­leis­tungen erhalten, da sie die unterschiedliche Qualität der Anbieter nicht einfach unter­schei­den können.

Auf Basis von Kundenbewertungen auf der Online-Plattform "MyHammer" haben Kaja Fredriksen, Dr. Petrik Runst und Prof. Dr. Kilian Bizer daher untersucht, ob der Meistertitel eine höhere Kundenzufriedenheit mit sich bringt. Die Studie zeigt für diesen Teil des Marktes, dass der Meistertitel ein wirksames Qualitätszeugnis darstellt. Es hilft den Verbrauchern, auf einem deregulierten Markt Anbieter mit dauerhaft höherer Qualität zu iden­ti­fizieren.

Neue Erkenntnisse zu den Auswirkungen der HwO-Novellierung auf die Überlebensraten neu gegründeter Unternehmen

In seiner Studie von 2014 findet Rostam-Afschar keine Hinweise auf eine Reduzierung der Überlebensraten in den 2004 deregulierten Handwerksbereichen. Das ifh Göttingen analysierte Rostam-Afschar’s Daten erneut mit einer präziseren definitorischen Handwerksabgrenzung und unter Beachtung weiterer Verwaltungsdaten. Dabei zeigt sich, dass seine Ergebnisse zum Teil revidiert werden müssen. Tatsächlich fand in der Zeit nach der Deregulierung ein Absinken der Überlebensraten neu gegründeter Unternehmen in den zulassungsfreien Gewerken statt. Ein enger Zusammenhang mit der Deregulierung ist hierbei anzunehmen. Das Forschungspapier wurde als sog. Replikationsstudie in der ökonomischen Fachzeitschrift Empirical Economics veröffentlicht.

Neue Studie des ifh Göttingen: Handwerk ist durch Erfahrung innovativ!

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts "Objekte der Könner. Materialisierungen handwerklichen Erfahrungswissens zwischen Tradition und Innovation" (OMAHETI) beschäftigte sich das ifh Göttingen mit dem Zusammenhang von Erfahrungswissen und Innovationen in traditionellen Handwerksbereichen. Dabei wurde untersucht, in welchen Zusammenhängen Handwerksbetriebe innovieren. Mittels einer Anreiz-Hemmnis-Analyse konnten innovationsfördernde und -hemmende Faktoren im handwerklichen Institutionengefüge identifiziert werden.

Die Deregulierung des Handwerks im Jahre 2004 verursachte einen Anstieg des Migrantenanteils unter Handwerkern

Eine neue Studie des ifh Göttingen zeigt, dass es starke Hinweise auf einen kausalen Zusammenhang zwischen der Deregulierung des Handwerks im Jahre 2004 und dem gestiegenen Migrantenanteil im Handwerk gibt. Während ein solcher Anstieg im Falle von Selbstständigen zu erwarten war, da es vielen Migranten vor 2004 wegen ihrer fehlenden deutschen Bildungsabschlüsse nicht gestattet war, Handwerksunternehmen zu gründen, liefern die Mikrozensusdaten der Jahre 2000 bis 2010 auch starke Hinweise für einen Anstieg des Migrantenanteils unter abhängig Beschäftigten. Es kann vermutet werden, dass ausländische Selbstständige ihnen bekannte Personen einstellen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederum einen Migrationshintergrund haben. Die Forschungsergebnisse wurden im European Journal of Law and Economics veröffentlicht.

Vorstellung der ifh-Studie zum ehrenamtlichen Engagement der Arbeitgeber im NRW-Handwerk

Im Auftrag des Westdeutschen Handwerkskammertags hat das ifh Göttingen untersucht, in welchen Bereichen sich die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber des nordrhein-westfälischen Handwerks ehrenamtlich bzw. freiwillig engagieren und welche wirtschaftliche Bedeutung dieser Tätigkeit zukommt. Im Beisein von NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart wurde die Studie nun am 29.05.2018 in Düsseldorf vom ifh-Mitarbeiter Dr. Jörg Thomä der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

Die ifh-Studie "Ehrenamtliches Engagement der Arbeitgeber im nordrhein-westfälischen Handwerk – Empirisches Erscheinungsbild und wirtschaftliche Bedeutung" steht als Download unter https://www.whkt.de/service/publikationen/grundsaetzliches/ zur Verfügung.

Neue Vorgaben zum Datenschutz

Im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung stellt das ifh Göttingen Informationen zur Abfrage und Speicherung von personenbezogenen Daten und zu den Rechten der Nutzer auf seiner Homepage bereit. Sie finden diese Informationen hier.

Vortrag des ifh-Geschäftsführers beim IfM Bonn

Für eine Institutsvorstellung war Dr. Till Proeger zu Gast im Forschungsseminar des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM). Im anschließenden Austausch der Mitarbeiter wurden Forschungsthemen und künftige Fragestellungen der deutschen Mittelstandsforschung diskutiert.

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Publikation zur Wissensweitergabe im Handwerk

Eine neue Studie des ifh Göttingen über innovative Wissensweitergabe im Handwerk wurde in der Fachzeitschrift Journal of the Knowledge Economy mit dem Titel "Knowledge Spillovers and Absorptive Capacity – Institutional Evidence from the ’German Mittelstand’" zur Veröffentlichung angenommen. Auf Basis von rund 180 Interviews mit Handwerkern auf Fachmessen beschreibt die Studie Kanäle des Wissenstransfers im Handwerk. Dabei werden vielfältige Organisationsformen, Marktgegebenheiten, gesetzliche Regelungen sowie Werte und Prägungen der Handwerker aufgezeigt, die sich positiv auf die Weitergabe von neuem Wissen zwischen Forschung & Entwicklung und Handwerksbetrieben auswirken.

Transdisziplinäres Forschungsprojekt OMAHETI präsentiert Ergebnisse

Das BMBF-geförderte, 3-jährige Projekt "Objekte der Könner. Materialisierungen handwerklichen Erfahrungswissens zwischen Tradition und Innovation", kurz OMAHETI, hat unter Beteiligung des ifh Göttingen den Zusammenhang von Erfahrungswissen und Innovationen am Beispiel traditioneller Handwerksbereiche untersucht. Am 10. April 2018 präsentierte OMAHETI nun in der ehrwürdigen Alten Mensa der Universität Göttingen Projektergebnisse ganz besonderer Art, nämlich in Form zweier Dokumentarfilme. Bis 2019 werden nun die Ergebnisse in verschiedene Ausstellungsformate überführt.

Neuer Geschäftsführer am ifh Göttingen

Zum 01.04.2018 hat Dr. Till Proeger am ifh Göttingen die Stelle des Geschäftsführers besetzt. Er ersetzt damit den langjährigen Geschäftsführer Dr. Klaus Müller, der im Februar 2018 in den Ruhestand verabschiedet wurde. Herr Proeger studierte Volkswirtschaftslehre sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte und promovierte 2014 mit einer verhaltensökonomischen Arbeit bei Professor Dr. Kilian Bizer. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Institutionen-, Innovations- und Verhaltensökonomik sowie deren Anwendung auf Fragen der Mittelstands- und Handwerksforschung. Sein vollständiges Forschungsprofil kann hier eingesehen werden.

Studie des ifh Göttingen liefert neue Daten zu den Auswirkungen der Teilderegulierung des Handwerks 2004

Vor 14 Jahren wurde das Gesetz zur Ordnung des Handwerks, besser bekannt als die Handwerks­ordnung (HwO), novelliert. Seither muss für die Mehrzahl der Handwerkszweige keine berufliche Qualifizierung mehr nachgewiesen werden, um sie als selbstständiges Gewerbe auszuüben; sie sind folglich zulassungsfrei. Als ein Erfolg der HwO-Novelle wird angesehen, dass dadurch ein Existenz­gründungsboom entstanden sei. Kritisch ordnet eine neue Studie des ifh Göttingen die Folgen der HwO-Novelle ein und nennt sie einen "gravierenden Einschnitt in das Gefüge der deutschen Handwerkswirtschaft".

Prof. Dr. Kilian Bizer zur aktuellen Situation des Handwerks im MDR

In einer Diskussionsrunde im Mitteldeutschen Rundfunk zum gegenwärtigen Stand und künftigen Erfordernissen an das Handwerk stellte Prof. Bizer in seiner Rolle als Direktor des ifh Göttingen die Forschungsergebnisse des ifh und deren Konsequenzen für Handwerkswirtschaft und Handwerksorganisationen dar.

Die Diskussionsrunde in Erfurt kann hier online angesehen werden: Link zur MDR-Sendung

ifh Göttingen bei der Bundeshandwerkskonferenz 2018

Auf der 22. Bundeshandwerkskonferenz der IG Metall, die am 16. und 17. März 2018 in Frankfurt am Main stattfand, diskutierten 140 Mitglieder der handwerklichen Selbstverwaltung und Betriebsräte darüber, wie sich das Handwerk weiterentwickeln muss, um für die kommenden Generationen der jungen Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer attraktiv zu bleiben. Die Perspektiven der Branche standen auch im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion, die zwischen Thorsten Schäfer-Gümbel, stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD, Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, und Ralf Kutzner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, am ersten Tagungstag stattfand. Einen Auftakt zu dieser Podiumsdiskussion bildete der Vortrag der ifh-Mitarbeiterin Dr. Katarzyna Haverkamp. Dr. Haverkamp stellte die aktuellen Ergebnisse der Studie zu den "Lohnstrukturen in Handwerksbetrieben" vor, die das ifh Göttingen im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung durchgeführt hat.

Neue Studie zu den Lohnstrukturen im Handwerk

Ein Vergleich der Durchschnittsverdienste zeigt, dass Beschäftigte im Handwerk etwa 20 Prozent weniger verdienen als Beschäftigte in anderen Sektoren. Anhand detaillierter statistischer Analysen untersucht eine neue Studie des ifh Göttingen die Gründe für diesen Lohnunterschied. Es zeigt sich, dass sich die Differenz zur Hälfte durch die Unterschiede in der Qualifikationsstruktur erklären lässt, insbesondere den geringeren Grad der Akademisierung. Hinzu kommt, dass die Einkommen zwar durch branchenspezifische Mindestlöhne abgesichert sind, die Tarifbindung aber schwächer ausgeprägt ist als in der Gesamtwirtschaft.

Katarzyna Haverkamp, Kaja Fredriksen: Lohnstrukturen im Handwerk, Study der Hans-Böckler-Stiftung Nr. 380, März 2018

Publikation zur Institutionalisierung von Wissensspillovern

Als Co-Autoren veröffentlichten Prof. Dr. Kilian Bizer und Dr. Till Proeger kürzlich eine Studie zur regionalen Vernetzung und zur bestmöglichen Organisation von Wissenstransfers zwischen Hochschulen und Unternehmen. Die nun gedruckt vorliegende Studie ist ein Beitrag zur angewandten Regionalförderung in Südniedersachsen und beschreibt innovationsökonomische Erfordernisse einer an Wissenstransfers ausgerichteten Regionalpolitik und sowie deren konkrete institutionelle Umsetzung in Südniedersachsen durch den Südniedersachsen Innovationscampus SNIC. Der Forschungsartikel ist in der Zeitschrift "Neues Archiv für Niedersachsen" erschienen.

Bizer, K. & T. Proeger, 2017: Zur Institutionalisierung von Wissensspillovern zwischen Unternehmen und Hochschulen in Südniedersachsen, Neues Archiv für Niedersachsen 2.2017, S.133-141.

Mitarbeiterbindung im Handwerk

Die Hauptgeschäftsführer von Handwerkskammern und handwerklichen Fachverbänden berieten am 21. und 22. Februar 2018 in Bayreuth beim letzten Treffen des ZDH-Beirats "Unternehmensführung im Handwerk" zum Thema "Handwerk attraktiv – Wie können Betriebe ihre Fachkräfte binden & für sich begeistern?". Am 2. Tagungstag hielt Dr. Katarzyna Haverkamp auf Einladung des Beirats einen Impulsvortrag unter dem Titel "Mitarbeiterbindung im Handwerk". In dem Vortrag ging Frau Dr. Haverkamp auf die Frage ein, welche Faktoren über die Bindung von Nachwuchskräften im Handwerk in unterschiedlichen Erwerbsphasen entscheiden.  

Handwerksforschung in Göttingen zielt stets auf den Nutzen für die Zukunft

Tagung zum 65-jährigen Jubiläum des ifh Göttingen diskutiert das Zusammenspiel von Handwerk und Wissenschaft

Fundierte Analysen am Puls der Zeit, wichtige Erkenntnisse für Regierungen und Parlamente - die Arbeitsergebnisse, die das ifh Göttingen in mehr als sechs Jahrzehnten vorgelegt hat, wurden durchweg positiv beurteilt, als am 16. Februar 2018 mehr als 150 Repräsentanten aus Handwerk, Politik und Wissen­schaft in Göttingen das 65. Gründungsjubiläum der Forschungseinrichtung feierten. Handwerks­präsident Hans Peter Wollseifer unterstrich, dass die Ergebnisse der ifh-Studien stets "auf die Zukunft" des Handwerks abzielten.

Geschäftsführer des ifh Göttingen geht in den Ruhestand

Fast ein ganzes Berufsleben lang hat Dr. Klaus Müller die Handwerkswirtschaft erforscht, jetzt tritt er nach 40 Jahren Mitarbeit im ifh Göttingen in den Ruhestand. Wie kaum ein Zweiter hat Klaus Müller über die letzten Jahrzehnte hinweg die deutsche Handwerksforschung geprägt. Das 65. ifh-Gründungsjubiläum nahm Institutsdirektor Prof. Dr. Kilian Bizer daher zum Anlass, um am 16. Februar 2018 diese berufliche Leistung im feierlichen Rahmen zu würdigen und Dr. Klaus Müller im Beisein vieler seiner beruflichen Wegbegleiter in den Ruhestand zu verabschieden. An der Verabschiedungsfeier nahm eine Vielzahl beruflicher Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter teil.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der ifh-Tätigkeitsbericht 2017 informiert über aktuelle Themen in der Handwerksforschung

So vielschichtig wie das Handwerk und seine Branchen ist auch die Wirtschaftsforschung über die "Wirtschaftskraft von nebenan". Die Studien, die das ifh Göttingen erstellt, bleiben dabei nicht für den Elfenbeinturm reserviert, sondern bemühen sich stets um anwendungsorientierte Forschung, betont Institutsdirektor Prof. Dr. Kilian Bizer. Diese Ausrichtung bestätigt der jetzt erschienene Tätigkeitsbericht über das Forschungsjahr 2017.

Alterssicherung von Betriebsinhabern im Handwerk

Der "goldene Boden" des Handwerks verliert an Glanz, wenn man auf die Alterssicherung der Betriebsinhaber sieht. Einer neuen Studie des ifh Göttingen zufolge erwarten mehr als 60 Prozent der Inhaber von Handwerksbetrieben eine gesetzliche Rente von weniger als 600 Euro. Nur jeder Achte hat Aussicht auf mehr als 1.000 Euro. Drei Viertel der Inhaber von Handwerksbetrieben wenden mehr Geld für die private Altersvorsorge auf als für die gesetzliche Rentenversicherung. Dabei bestehen nach wie vor deutliche Unterschiede zwischen Soloselbstständigen aus dem zulassungsfreien und dem zulassungspflichtigen Handwerk und auch zwischen kleinen und größeren Handwerksbetrieben. Außerdem zeichnet sich ein klares West-Ost-Gefälle ab.