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Forschungsinstitut
im Deutschen Handwerksinstitut e. V.

sowie die
Wirtschaftsministerien
der Bundesländer

Bedeutung der Facharbeiter für das Handwerk steigt

Dies ist ein wesentliches Ergebnis einer breit angelegten empirischen Erhebung bei knapp 1.500 Handwerksbetrieben in Rheinland-Pfalz und im Saarland, die das Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen im Auftrag der dortigen Handwerkskammern durchgeführt hat. Damit wurde eine vergleichbare Untersuchung von 2001 wiederholt.

In der aktuellen Erhebung 2004 wurde festgestellt, dass derzeit über 40 % der Beschäftigten im Handwerk Gesellen oder technische Fachkräfte sind. Hinzu kommen noch etwa 12 % kaufmännische Fachkräfte und knapp 13 %, die sogar eine Meister- oder Hochschulausbildung absolviert haben. Damit weisen zwei Drittel aller Handwerksbeschäftigten eine qualifizierte Berufsausbildung auf. Bei einer vergleichbaren Umfrage im Jahr 2001 war dieser Anteil nicht unerheblich niedriger. Die Betriebe erwarten zudem, dass Facharbeiter zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen werden.

SfH Göttingen führt Projekt über Bedeutung des Messewesens für das Handwerk durch

Von verschiedenen Handwerkskammern war an das SfH Göttingen die Projektidee herangetragen worden, die Messepolitik von Handwerksunternehmen näher zu untersuchen. Das SfH hat diese Vorschläge aufgegriffen, und will u.a. durch eine Umfrage bei messeerfahrenen Handwerksunternehmen Näheres über deren Messeengagement erfragen. Von besonderem Interesse ist dabei die Frage, ob das Marketinginstrument "Messebeteiligung" für die Handwerksunternehmen an Bedeutung verloren hat oder ob nur heute der Stellenwert von handwerklichen Gemeinschaftsständen deswegen geringer ist, weil sich die Unternehmer eher als Einzelaussteller an Messen beteiligen. Die Ergebnisse der Umfrage sollen im Herbst 2005 auf einer Fortbildungsveranstaltung mit messeinteressierten Beratern diskutiert werden, um daraus mögliche Vorschläge für eine Neukonzeption der Messepolitik für das Handwerk zu gewinnen. Zur Begleitung des Projektes wird ein Ad-hoc-Beirat eingesetzt.

Bessere Nutzungsmöglichkeiten der Bibliothek des Seminars für Handwerkswesen

Das Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen besitzt zur Zeit mit über 20.000 Bänden die größte Spezialbibliothek für das Handwerk bzw. kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im deutschsprachigen Raum. In den letzten Wochen wurde die Bibliothek einer umfangreichen Modernisierung unterzogen. Durch neue Regale, ein freundlicheres Erscheinungsbild und zusätzliche Arbeitsplätze konnten die Nutzungsmöglichkeiten deutlich verbessert werden. Dies bedeutet bessere Arbeitsmöglichkeiten für Studenten, Diplomanden und Doktoranden. Daneben wird die Bibliothek des SfH Göttingen auch von den Mitarbeitern der Handwerksorganisationen gern in Anspruch genommen.Für diejenigen, die die Bibliothek des SfH nicht selbst aufsuchen können, besteht die Möglichkeit, eine Literaturrecherche online durchzuführen.

Volkswirte-Forum in Koblenz brachte sehr interessante Diskussionen

Am 22. und 23. September trafen sich die Volkswirte der deutschen Handwerkskammern zu ihrer jährlichen Tagung. In diesem Jahr standen verschiedene Themen auf dem Programm. Besonders intensiv setzten sich die Volkswirte mit Innovationstätigkeiten im Handwerk auseinander.

Förderung von Produktinnovationen im Handwerk notwendig

Die Beschäftigung mit den vielfältigen Innovationsprozessen im Handwerk und die Erschließung neuer Märkte für Handwerksbetriebe stand im Mittelpunkt des diesjährigen Volkswirte-Forums, zu dem sich auf Einladung des Seminars für Handwerkswesen an der Universität Göttingen die Volkswirte der Handwerkskammern am 22. und 23. September in Koblenz trafen. Dabei wurden insbesondere – angeregt durch Impulsreferate – folgende Fragen diskutiert:

Wirtschaftswissenschaftliches Seminar des SfH zu den Auswirkungen des demographischen Wandels auf das Handwerk

Auf dem diesjährigen Wirtschaftswissenschaftlichen Seminar vom 15. bis 17. September in Mainz setzten sich die teilnehmenden Berater der Handwerksorganisationen mit den Auswirkungen des demographischen Wandels auf das Handwerk auseinander. Dabei wurde deutlich, dass mittel- und längerfristig weniger die zahlenmäßige Abnahme der Bevölkerung, als vielmehr der damit verbundene Alterungsprozess der Gesellschaft von den Handwerksbetrieben Anpassungen erfordert. So wird insbesondere die sich abzeichnende Zunahme der Konkurrenz um qualifizierte Arbeits- und Nachwuchskräfte die Entwicklung betrieblicher Strategien einer altersgerechten Arbeits- und Personalpolitik in den Handwerksbetrieben notwendig machen. Auf der anderen Seite eröffnen sich aus der veränderten Altersstruktur der Bevölkerung vor allem im Bau- und Ausbaubereich zahlreiche neue Betätigungsfelder und Marktpotenziale für das Handwerk.

SfH führte Befragung mittelständischer Betriebe in Göttingen durch

Das SfH hat im Auftrag der Stadt Göttingen in einem Drittmittelprojekt eine Untersuchung über die Wirtschaftsstruktur und Beschäftigungspotenziale im Stadtteil Göttingen-Grone durchgeführt. Bei dem Stadtteil Grone handelt es sich um einen "Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf", der in das Förderprogramm "Soziale Stadt" aufgenommen worden ist. Im Rahmen der Untersuchung hat das SfH eine Befragung der überwiegend mittelständisch geprägten Betriebe – darunter auch zahlreiche Handwerksbetriebe – durchgeführt, die unmittelbar vor Ort ansässig sind. Wichtigstes Ziel der Befragung war es herauszufinden, welche Beschäftigungsmöglichkeiten in dem Stadtteil und in der unmittelbaren Umgebung bestehen und wie diese möglicherweise zukünftig besser für die ortsansässigen Arbeitssuchenden genutzt werden können.

Seminar für Handwerkswesen untersucht Außenwirtschaftsförderung im Handwerk

Das Göttinger Institut hat eine breit angelegte Untersuchung bei den Handwerksorgansiationen und den Wirtschaftsministerien durchgeführt, um die verschiedenen Maßnahmen zur Förderung des handwerklichen Außenengagements zu analysieren. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die Handwerksorgansiationen ihre Außenwirtschaftsberatung in den letzten Jahren erheblich ausgebaut haben. Dies hat sicher dazu beigetragen, dass die Auslandsaktivitäten der Handwerksunternehmen gestiegen sind.

Große Bedeutung der Ausländer im Handwerk

Im Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen ist eine Studie von Dr. Klaus Müller über die Bedeutung von Ausländern im Handwerk erstellt worden. Aus den Ergebnissen wird deutlich, dass das Handwerk, insbesondere bei den Auszubildenden und Beschäftigten einen wichtigen Beitrag zur Integration der ausländischen Mitbürger leistet.

Schriftliche Fasssung der Dissertation über "Innovationen im Handwerk" erschienen

Die im Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen erstellte Dissertation hat insofern Pioniercharakter, als erstmalig die Innovationsaktivitäten im Handwerk einer umfassenden Analyse unterzogen werden. Dies geschieht sowohl durch eine umfassende Aufbereitung der theoretischen Literatur als auch durch die empirische Analyse von zwei handwerksbezogenen Innovationsförderprogrammen.

Volkswirte-Forum 2004

Das Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen führt auch in diesem Jahr ein Volkswirte-Forum für die Volkswirte aus den deutschen Handwerksorganisationen durch. In dieser zweitägigen Veranstaltung werden in einer offenen Atmosphäre aktuelle handwerksrelevante Themen aus volkswirtschaftlicher Sicht diskutiert. Die Volkswirte aus den Handwerksorganisationen sind eingeladen, sich an der Veranstaltung in Koblenz am 22. und 23. September 2004 zu beteiligen.

Innovationen im Handwerk

Im Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen ist eine Untersuchung über das Innovationsverhalten im Handwerk erstellt worden. In der jüngst erschienenen Untersuchung werden vor allem die Ergebnisse einer Auswertung des Innovationsförderprogramms des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums vorgestellt.

SfH Göttingen richtet entwicklungspolitische Tagung im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aus

Ausgerichtet vom Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen trafen sich am 29. und 30. April an der FH Nordhausen Berufsbildungsexperten der Entwicklungszusammenarbeit aus ganz Deutschland zu einem Arbeitstreffen in Nordhausen, um ihre Erfahrungen und Kenntnisse auszutauschen.

Dissertation mit "Summa cum laude" am SfH Göttingen abgeschlossen

Dipl.-Volkswirt Jörg Lahner , Mitarbeiter am SfH Göttingen, hat soeben seine Dissertation über "Innovationsprozesse im Handwerk" mit der hervorragenden Note "summa cum laude" abgeschlossen. Jörg Lahner zeigt in seiner Arbeit, dass Innovationsfähigkeit auch im Handwerk immer mehr als die Schlüsselkompetenz gilt, um zukünftig im Wettbewerb bestehen zu können. Neben einer in dieser Form erstmaligen theoretischen Analyse der relevanten volks- und betriebswirtschaftlichen Aspekte erfolgt zusätzlich eine empirische Untersuchung auf Basis verschiedener Förderprogramme. Die Auswertung der theoretischen und empirischen Ergebnisse erlaubt dem Autor zudem die Formulierung interessanter wirtschaftspolitischer Schlussfolgerungen. Die Veröffentlichung der Dissertationsschrift im Rahmen der Reihe "Göttinger Handwerkswirtschaftliche Studien" erfolgt demnächst. Etwa zeitgleich wird eine Kurzfassung mit den wichtigsten Ergebnissen als "Göttinger Handwerkswirtschaftliches Arbeitsheft" erscheinen.

Anstieg der Betriebszahlen im Handwerk

Nachdem in den Jahren 2001 und 2002 der Betriebsbestand im Handwerk jeweils um 7.000 bis 8.000 Betriebe gesunken war, zeigt sich in diesem Jahr ein Anstieg von ca. 3000 Einheiten. Dieser Zuwachs ist jedoch rein auf das handwerksähnliche Gewerbe zurückzuführen.

Die jüngste Veröffentlichung der DHKT-Statistik zum Betriebsbestand im Handwerk brachte ein bemerkenswertes Ergebnis. Nachdem in den Jahren 2001 und 2002 der Betriebsbestand im Handwerk jeweils um 7.000 bis 8.000 Betriebe gesunken war, zeigt sich in diesem Jahr ein Anstieg von ca. 3000 Einheiten. Dieser Zuwachs ist jedoch rein auf das handwerksähnliche Gewerbe zurückzuführen, wo insgesamt die Zahl der Betriebe um knapp 6.500 auf 183.886 angestiegen ist. Im Vollhandwerk ist dagegen weiter ein Rückgang zu verzeichnen, der mit einem Minus von ca. 3.500 Betrieben auf 662.702 Vollhandwerker jedoch nicht so gravierend ausfiel wie in den Vorjahren.

Bedeutung der Meisterprüfung vom SfH betont

Anlässlich der "Ehrung der Besten" bei der Handwerkskammer Kassel hält der Geschäftsführer des SfH, Dr. Klaus Müller, den Festvortrag zum Thema "Ohne Meister geht es nicht". Er ging dabei ausführlich auf die große Bedeutung des Meisterbriefes für eine erfolgreiche Unternehmensführung ein.

"Ohne Meister geht es nicht "
Vortrag Handwerkskammer Kassel: Ehrung der Besten 2004 am 19.03.2004

Gliederung:

1) Einführung
2) Die Meisterprüfung in der Diskussion
3) Gegenwärtige Situation des Handwerks und Gründe hierfür
4) Szenarien für die Entwicklung des Handwerks
5) Konsequenzen für den Handwerker

 

Dr. Müller (SfH Göttingen) hält Vortrag auf dem Außenwirtschaftstag Handwerk im Rahmen der I.H.M. München

Auf der I.H.M. wurde am 08. März vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und vom Zentralverband des Deutschen Handwerks ein Außenwirtschaftstag Handwerk durchgeführt. Ziel der Veranstaltung war es, das außenwirtschaftliche Engagement des Handwerks zu stärken. In seinem Vortrag berichtete Dr. Klaus Müller über die Unterstützungsleistungen, welche auslandsorientierte Handwerksunternehmen von ihrer Handwerksorganisation erwarten können. Er zeigte auf, dass viele Handwerkskammern in den letzten Jahren ihr diesbezügliches Angebot stark ausgeweitet haben.

Vollständiger Text als PDF-Dokument Download Power-Point-Präsentation Dr. Müller

Untersuchung des SfH zu den Auswirkungender Ökologischen Steuerreform auf das Handwerk

Anfang 2003 ist die fünfte und vorerst letzte Erhö­hungsstufe der Ökologischen Steuer­reform in Kraft getreten. Gleichzeitig hat der Deutsche Bun­destag mit dem "Gesetz zur Fortentwicklung der Ökologischen Steuerreform" eine Reihe von Änderungen bzw. Modifizierun­gen beschlossen, die vor allem für die Unternehmen des Produ­zieren­den Gewerbes zum Teil erhebliche Kostenauswirkungen haben. Das SfH hat eine Veröffentlichung vorge­legt, in der die Auswirkungen der Ökologischen Steuerreform auf das Handwerk in der Endstufe untersucht werden.

SfH legt Tätigkeitsbericht für 2003 vor

Das Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen, das im letzten Jahr sein 50-jähriges Bestehen feierte, versteht sich als Kompetenzzentrum für das Handwerk und die Klein- und Mittelbetriebe im Bereich volkswirtschaftlicher Fragestellungen. Soeben hat das SfH seinen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2003 vorgelegt. Der Bericht gibt anhand kurzer ergebnisorientierter Berichte einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten des Instituts im abgelaufenen Jahr. Die in praxisbezogener Forschung erarbeiteten und publizierten Untersuchungsergebnisse sollen einerseits die Betriebe über handwerksrelevante Entwicklungen informieren und andererseits den Ministerien, Kammern und Verbänden als Informationsgrundlage für ihre handwerks- bzw. wirtschaftspolitischen Entscheidungen dienen.

Neue Altgesellenregelung

Was bedeutet die Altgesellenregelung in der novellierten Handwerksordnung?

Eine oftmals zu wenig beachtete Neuregelung bei der am 01. Januar d.J. in Kraft getretenen neuen Handwerksordnung besteht darin, dass sich Altgesellen bereits nach sechs Jahren praktischer Tätigkeit in ihrem Handwerk selbstständig machen können. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie zuvor vier Jahre in leitender Position gearbeitet haben. Dies gilt für diejenigen Handwerksberufe, die in Anlage A verbleiben, für die also nach wie vor ein Großer Befähigungsnachweis notwendig ist. Mit dieser Regelung soll eine weitgehende Annäherung an die Anforderungen anderer EU-Bürger erreicht werden und so eine bestehende Ausländerdiskriminierung abgebaut werden.

Teilnahme des SfH und HPI bei Anhörung der EU-Kommission zur Folgenabschätzung der neuen europäischen Chemikalienpolitik

Ende November fand in Brüssel ein ganztägiger Workshop der EU-Kommission zur Folgenabschätzung der geplanten neuen Chemikalienverordnung statt, an dem auch Vertreter des SfH und des HPI teilnahmen. Um den Schutz der menschlichen Gesundheit und Umwelt zu verbessern, hatte die Kommission vor einiger Zeit ein sehr umfangreiches, kompliziertes Regelwerk mit zahlreichen neuen Verpflichtungen für Hersteller und sog. Downstream-User (nachgelagerte Anwender) chemischer Substanzen vorgelegt. Damit will die Kommission eine Lücke im europäischen Gefahrstoffrecht schließen. Gleichzeitig sollte auf dem Workshop am Beispiel der neuen Chemikalienverordnung grundsätzlich die Methodik zur Folgenabschätzung bei künftigen Gesetzesvorhaben der Gemeinschaft diskutiert werden.