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Forschungsinstitut
im Deutschen Handwerksinstitut e. V.

sowie die
Wirtschaftsministerien
der Bundesländer

SfH an Erstellung handwerksbezogener Länderleitfäden für die wichtigsten Beitrittsländer beteiligt

m Rahmen eines EU-Projektes aus dem Programm PRINCE (Fit for Enlargement) wurden fünf Länderprofile für die wichtigsten Beitrittsstaaten erstellt. Dies sind Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien. Verantwortlich für die Konzeption ist das Institut KMU Forschung Austria zusammen mit dem Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen. Die konkrete Aufbereitung der Informationen wird von geeigneten Partnern vor Ort durchgeführt. Zielgruppe der Länderprofile sind kleinere Unternehmen bis 50 Beschäftigten vor allem aus den Branchen Bauwesen/Installation, Holz- und Metallbearbeitung, Nahrungsmittelgewerbe, Kfz-Handel und Reparatur sowie Transport. Das SfH Göttingen war für die Länderprofile für Polen und Tschechien zuständig. Partner vor Ort waren die Deutsch-Polnische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (TWG) aus Gorzów in Polen und die Repräsentanz von Bayern Handwerk International in Pilsen (Tschechien).

SfH legt Tätigkeitsbericht für 2004 vor

Das Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen versteht sich als Kompetenzzentrum für das Handwerk und die Klein- und Mittelbetriebe im Bereich volkswirtschaftlicher Fragestellungen. Soeben hat das SfH seinen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2004 vorgelegt. Der Bericht gibt anhand kurzer ergebnisorientierter Berichte einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten des Instituts im abgelaufenen Jahr. Die in praxisbezogener Forschung erarbeiteten und publizierten Untersuchungsergebnisse sollen einerseits die Betriebe über handwerksrelevante Entwicklungen informieren und andererseits den Ministerien, Kammern und Verbänden als Informationsgrundlage für ihre handwerks- bzw. wirtschaftspolitischen Entscheidungen dienen. 

Das SfH untersucht Auswirkungen des Tourismus auf das Handwerk

Im Auftrag der Handwerkskammern Trier und Aachen untersucht das Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen die Auswirkungen des Tourismus in der Eifel auf das Handwerk. Hierbei sollen sowohl die direkten Einkäufe von Tagungs- und Übernachtungsgästen bei Handwerksbetrieben berücksichtigt werden als auch der Vorleistungseffekt, der beispielsweise dadurch entsteht, dass die Handwerksbetriebe mit dem Bau oder der Instandhaltung von touristischen Betrieben (z.B. Hotels, Ferienanlagen) beauftragt werden. Darüber hinaus ist zu hinterfragen, welche zusätzlichen Einnahmen das Handwerk über den Multiplikatoreffekt erzielt. Die Untersuchung basiert zum einen auf eine Auswertung der vorliegenden statistischen Daten über den Fremdenverkehr in der Eifel, zum anderen wird eine Befragung bei relevanten Handwerksbetrieben durchgeführt. Die Untersuchung wird voraussichtlich im Mai 2005 beendet sein.

Materialkostenanteil am Umsatz beträgt im Handwerk etwa 40 %

Das handwerkliche Beschaffungswesen steht selten im Blickwinkel einer genaueren Analyse. Der Grund hierfür dürfte vor allem darin liegen, dass die Betriebe meist nur zu wenigen Lieferanten langjährig gewachsene und entsprechend feste Kundenbeziehungen aufweisen und daher Beschaffungsalternativen kaum Beachtung fanden. In den letzten Jahren scheint hier eine Änderung einzutreten. Die Gründe sind vielschichtig. Neue, wichtige Ergebnisse legt nun das Göttinger Seminar für Handwerkswesen vor.

Zu nennen sind hier vor allem:

Prof. Dr. Kilian Bizer neuer Direktor des Seminars für Handwerkswesen

Nach 18 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Direktoren des Seminars für Handwerkswesen an der Universität Göttingen sind zum Jahresende 2004 Prof. Dr. Wolfgang König und Prof. Dr. Gustav Kucera in den Ruhestand getreten. Nachfolger ist Prof. Dr. Kilian Bizer, der gleichzeitig die Professorenstelle von Prof. Dr. Kucera übernommen hat. Diese Stelle wurde gleichzeitig umgewidmet in "Wirtschaftspolitik mit Schwerpunkt Mittelstandsforschung". Dadurch dürfte – sowohl was die Forschung als auch was die Lehre angeht – der Mittelstandsbezug an der Universität Göttingen in Zukunft gesteigert werden. Dies wird sicher auch der Forschungstätigkeit des Seminars für Handwerkswesen zugute kommen.

Bedeutung der Facharbeiter für das Handwerk steigt

Dies ist ein wesentliches Ergebnis einer breit angelegten empirischen Erhebung bei knapp 1.500 Handwerksbetrieben in Rheinland-Pfalz und im Saarland, die das Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen im Auftrag der dortigen Handwerkskammern durchgeführt hat. Damit wurde eine vergleichbare Untersuchung von 2001 wiederholt.

In der aktuellen Erhebung 2004 wurde festgestellt, dass derzeit über 40 % der Beschäftigten im Handwerk Gesellen oder technische Fachkräfte sind. Hinzu kommen noch etwa 12 % kaufmännische Fachkräfte und knapp 13 %, die sogar eine Meister- oder Hochschulausbildung absolviert haben. Damit weisen zwei Drittel aller Handwerksbeschäftigten eine qualifizierte Berufsausbildung auf. Bei einer vergleichbaren Umfrage im Jahr 2001 war dieser Anteil nicht unerheblich niedriger. Die Betriebe erwarten zudem, dass Facharbeiter zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen werden.

SfH Göttingen führt Projekt über Bedeutung des Messewesens für das Handwerk durch

Von verschiedenen Handwerkskammern war an das SfH Göttingen die Projektidee herangetragen worden, die Messepolitik von Handwerksunternehmen näher zu untersuchen. Das SfH hat diese Vorschläge aufgegriffen, und will u.a. durch eine Umfrage bei messeerfahrenen Handwerksunternehmen Näheres über deren Messeengagement erfragen. Von besonderem Interesse ist dabei die Frage, ob das Marketinginstrument "Messebeteiligung" für die Handwerksunternehmen an Bedeutung verloren hat oder ob nur heute der Stellenwert von handwerklichen Gemeinschaftsständen deswegen geringer ist, weil sich die Unternehmer eher als Einzelaussteller an Messen beteiligen. Die Ergebnisse der Umfrage sollen im Herbst 2005 auf einer Fortbildungsveranstaltung mit messeinteressierten Beratern diskutiert werden, um daraus mögliche Vorschläge für eine Neukonzeption der Messepolitik für das Handwerk zu gewinnen. Zur Begleitung des Projektes wird ein Ad-hoc-Beirat eingesetzt.

Bessere Nutzungsmöglichkeiten der Bibliothek des Seminars für Handwerkswesen

Das Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen besitzt zur Zeit mit über 20.000 Bänden die größte Spezialbibliothek für das Handwerk bzw. kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im deutschsprachigen Raum. In den letzten Wochen wurde die Bibliothek einer umfangreichen Modernisierung unterzogen. Durch neue Regale, ein freundlicheres Erscheinungsbild und zusätzliche Arbeitsplätze konnten die Nutzungsmöglichkeiten deutlich verbessert werden. Dies bedeutet bessere Arbeitsmöglichkeiten für Studenten, Diplomanden und Doktoranden. Daneben wird die Bibliothek des SfH Göttingen auch von den Mitarbeitern der Handwerksorganisationen gern in Anspruch genommen.Für diejenigen, die die Bibliothek des SfH nicht selbst aufsuchen können, besteht die Möglichkeit, eine Literaturrecherche online durchzuführen.

Volkswirte-Forum in Koblenz brachte sehr interessante Diskussionen

Am 22. und 23. September trafen sich die Volkswirte der deutschen Handwerkskammern zu ihrer jährlichen Tagung. In diesem Jahr standen verschiedene Themen auf dem Programm. Besonders intensiv setzten sich die Volkswirte mit Innovationstätigkeiten im Handwerk auseinander.

Förderung von Produktinnovationen im Handwerk notwendig

Die Beschäftigung mit den vielfältigen Innovationsprozessen im Handwerk und die Erschließung neuer Märkte für Handwerksbetriebe stand im Mittelpunkt des diesjährigen Volkswirte-Forums, zu dem sich auf Einladung des Seminars für Handwerkswesen an der Universität Göttingen die Volkswirte der Handwerkskammern am 22. und 23. September in Koblenz trafen. Dabei wurden insbesondere – angeregt durch Impulsreferate – folgende Fragen diskutiert:

Wirtschaftswissenschaftliches Seminar des SfH zu den Auswirkungen des demographischen Wandels auf das Handwerk

Auf dem diesjährigen Wirtschaftswissenschaftlichen Seminar vom 15. bis 17. September in Mainz setzten sich die teilnehmenden Berater der Handwerksorganisationen mit den Auswirkungen des demographischen Wandels auf das Handwerk auseinander. Dabei wurde deutlich, dass mittel- und längerfristig weniger die zahlenmäßige Abnahme der Bevölkerung, als vielmehr der damit verbundene Alterungsprozess der Gesellschaft von den Handwerksbetrieben Anpassungen erfordert. So wird insbesondere die sich abzeichnende Zunahme der Konkurrenz um qualifizierte Arbeits- und Nachwuchskräfte die Entwicklung betrieblicher Strategien einer altersgerechten Arbeits- und Personalpolitik in den Handwerksbetrieben notwendig machen. Auf der anderen Seite eröffnen sich aus der veränderten Altersstruktur der Bevölkerung vor allem im Bau- und Ausbaubereich zahlreiche neue Betätigungsfelder und Marktpotenziale für das Handwerk.

SfH führte Befragung mittelständischer Betriebe in Göttingen durch

Das SfH hat im Auftrag der Stadt Göttingen in einem Drittmittelprojekt eine Untersuchung über die Wirtschaftsstruktur und Beschäftigungspotenziale im Stadtteil Göttingen-Grone durchgeführt. Bei dem Stadtteil Grone handelt es sich um einen "Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf", der in das Förderprogramm "Soziale Stadt" aufgenommen worden ist. Im Rahmen der Untersuchung hat das SfH eine Befragung der überwiegend mittelständisch geprägten Betriebe – darunter auch zahlreiche Handwerksbetriebe – durchgeführt, die unmittelbar vor Ort ansässig sind. Wichtigstes Ziel der Befragung war es herauszufinden, welche Beschäftigungsmöglichkeiten in dem Stadtteil und in der unmittelbaren Umgebung bestehen und wie diese möglicherweise zukünftig besser für die ortsansässigen Arbeitssuchenden genutzt werden können.

Seminar für Handwerkswesen untersucht Außenwirtschaftsförderung im Handwerk

Das Göttinger Institut hat eine breit angelegte Untersuchung bei den Handwerksorgansiationen und den Wirtschaftsministerien durchgeführt, um die verschiedenen Maßnahmen zur Förderung des handwerklichen Außenengagements zu analysieren. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die Handwerksorgansiationen ihre Außenwirtschaftsberatung in den letzten Jahren erheblich ausgebaut haben. Dies hat sicher dazu beigetragen, dass die Auslandsaktivitäten der Handwerksunternehmen gestiegen sind.

Große Bedeutung der Ausländer im Handwerk

Im Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen ist eine Studie von Dr. Klaus Müller über die Bedeutung von Ausländern im Handwerk erstellt worden. Aus den Ergebnissen wird deutlich, dass das Handwerk, insbesondere bei den Auszubildenden und Beschäftigten einen wichtigen Beitrag zur Integration der ausländischen Mitbürger leistet.

Schriftliche Fasssung der Dissertation über "Innovationen im Handwerk" erschienen

Die im Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen erstellte Dissertation hat insofern Pioniercharakter, als erstmalig die Innovationsaktivitäten im Handwerk einer umfassenden Analyse unterzogen werden. Dies geschieht sowohl durch eine umfassende Aufbereitung der theoretischen Literatur als auch durch die empirische Analyse von zwei handwerksbezogenen Innovationsförderprogrammen.

Volkswirte-Forum 2004

Das Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen führt auch in diesem Jahr ein Volkswirte-Forum für die Volkswirte aus den deutschen Handwerksorganisationen durch. In dieser zweitägigen Veranstaltung werden in einer offenen Atmosphäre aktuelle handwerksrelevante Themen aus volkswirtschaftlicher Sicht diskutiert. Die Volkswirte aus den Handwerksorganisationen sind eingeladen, sich an der Veranstaltung in Koblenz am 22. und 23. September 2004 zu beteiligen.

Innovationen im Handwerk

Im Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen ist eine Untersuchung über das Innovationsverhalten im Handwerk erstellt worden. In der jüngst erschienenen Untersuchung werden vor allem die Ergebnisse einer Auswertung des Innovationsförderprogramms des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums vorgestellt.

SfH Göttingen richtet entwicklungspolitische Tagung im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aus

Ausgerichtet vom Seminar für Handwerkswesen an der Universität Göttingen trafen sich am 29. und 30. April an der FH Nordhausen Berufsbildungsexperten der Entwicklungszusammenarbeit aus ganz Deutschland zu einem Arbeitstreffen in Nordhausen, um ihre Erfahrungen und Kenntnisse auszutauschen.

Dissertation mit "Summa cum laude" am SfH Göttingen abgeschlossen

Dipl.-Volkswirt Jörg Lahner , Mitarbeiter am SfH Göttingen, hat soeben seine Dissertation über "Innovationsprozesse im Handwerk" mit der hervorragenden Note "summa cum laude" abgeschlossen. Jörg Lahner zeigt in seiner Arbeit, dass Innovationsfähigkeit auch im Handwerk immer mehr als die Schlüsselkompetenz gilt, um zukünftig im Wettbewerb bestehen zu können. Neben einer in dieser Form erstmaligen theoretischen Analyse der relevanten volks- und betriebswirtschaftlichen Aspekte erfolgt zusätzlich eine empirische Untersuchung auf Basis verschiedener Förderprogramme. Die Auswertung der theoretischen und empirischen Ergebnisse erlaubt dem Autor zudem die Formulierung interessanter wirtschaftspolitischer Schlussfolgerungen. Die Veröffentlichung der Dissertationsschrift im Rahmen der Reihe "Göttinger Handwerkswirtschaftliche Studien" erfolgt demnächst. Etwa zeitgleich wird eine Kurzfassung mit den wichtigsten Ergebnissen als "Göttinger Handwerkswirtschaftliches Arbeitsheft" erscheinen.

Anstieg der Betriebszahlen im Handwerk

Nachdem in den Jahren 2001 und 2002 der Betriebsbestand im Handwerk jeweils um 7.000 bis 8.000 Betriebe gesunken war, zeigt sich in diesem Jahr ein Anstieg von ca. 3000 Einheiten. Dieser Zuwachs ist jedoch rein auf das handwerksähnliche Gewerbe zurückzuführen.

Die jüngste Veröffentlichung der DHKT-Statistik zum Betriebsbestand im Handwerk brachte ein bemerkenswertes Ergebnis. Nachdem in den Jahren 2001 und 2002 der Betriebsbestand im Handwerk jeweils um 7.000 bis 8.000 Betriebe gesunken war, zeigt sich in diesem Jahr ein Anstieg von ca. 3000 Einheiten. Dieser Zuwachs ist jedoch rein auf das handwerksähnliche Gewerbe zurückzuführen, wo insgesamt die Zahl der Betriebe um knapp 6.500 auf 183.886 angestiegen ist. Im Vollhandwerk ist dagegen weiter ein Rückgang zu verzeichnen, der mit einem Minus von ca. 3.500 Betrieben auf 662.702 Vollhandwerker jedoch nicht so gravierend ausfiel wie in den Vorjahren.

Bedeutung der Meisterprüfung vom SfH betont

Anlässlich der "Ehrung der Besten" bei der Handwerkskammer Kassel hält der Geschäftsführer des SfH, Dr. Klaus Müller, den Festvortrag zum Thema "Ohne Meister geht es nicht". Er ging dabei ausführlich auf die große Bedeutung des Meisterbriefes für eine erfolgreiche Unternehmensführung ein.

"Ohne Meister geht es nicht "
Vortrag Handwerkskammer Kassel: Ehrung der Besten 2004 am 19.03.2004

Gliederung:

1) Einführung
2) Die Meisterprüfung in der Diskussion
3) Gegenwärtige Situation des Handwerks und Gründe hierfür
4) Szenarien für die Entwicklung des Handwerks
5) Konsequenzen für den Handwerker