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Forschungsinstitut
im Deutschen Handwerksinstitut e. V.

sowie die
Wirtschaftsministerien
der Bundesländer

Anregungen und Argumente zur Erschließung des Geschichtsbilds des Handwerks

Die Workshop-Dokumentation, vom ifh Göttingen als Studie Bd. 96 "Geschichte des Handwerks - Handwerk im Geschichtsbild" herausgegeben,  eröffnet Perspektiven zur Kooperation zwischen Historikern, Archiven, Museen, Lehrerausbildung und Handwerk

"Wenn das Handwerk daran interessiert ist, in den Geschichtsbüchern vorzukommen, dann muss es etwas dafür tun." Auch wenn dieser Satz erst im Laufe eines Workshops zum Thema "Geschichte des Handwerks – Handwerk im Geschichtsbild" fiel, so stand er doch wie ein imaginäres Motto über der gesamten Tagung, deren umfassende Dokumentation jetzt das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh) zusammen mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) veröffentlicht hat.

ifh Göttingen sucht wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in

Am Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh Göttingen) ist zum 1.4.2015 die Stelle einer/s wissenschaftlichen Mitarbeiters/in (65%) mit der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von z.Zt. 25,35 Stunden/Woche zu besetzen.

Die Stelle ist projektfinanziert durch das BMBF und auf 3 Jahre befristet. Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TVöD.

Das ifh Göttingen analysiert die Fachkräfteproblematik des Handwerks

Mit Blick auf die kleinbetrieblich geprägte Handwerkswirtschaft besteht in der öffentlichen Diskussion die Sorge vor einem ausgeprägten "Fachkräftemangel". Es fehlt in diesem Zusammenhang jedoch an Untersuchungen, die sich mit diesem Sachverhalt tiefergehend auseinandersetzen. Im Rahmen zweier Veröffentlichungen geht daher ifh-Mitarbeiter Dr. Jörg Thomä der Frage nach, ob eine ausreichende Fachkräfteversorgung aktuell und in der näheren Zukunft insbesondere für Handwerksbetriebe eine Herausforderung darstellt. Zu diesem Zweck diskutiert er verschiedene empirische Befunde hinsichtlich ihrer Implikationen für die handwerkliche Nachwuchs- und Fachkräftesicherung.

ifh Göttingen veröffentlicht Arbeitsheft "Intelligente Energienutzung am Beispiel von Smart Metering"

Die gesetzgeberischen Maßnahmen der Bundesregierung, zur Erreichung der angestrebten Klimaziele den Energieverbrauch zu drosseln, fruchten bisher zu wenig. Trotz Energieeinsparverordnung (EnEV), Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und speziellen KfW - Förderprogrammen gibt es besonders in der energetischen Gebäudesanierung erhebliche Verzögerungen auf dem Weg zu höherer Energieeffizienz. Eine Studie des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh) weist jetzt am Beispiel des Einsatzes von intelligenten Stromverbrauchszählern, dem sogenannten Smart Metering, nach, dass kaum jemand der Beteiligten, ob Stromkunde, Elektrizitätswerk oder Netzbetreiber, und nicht einmal die Handwerke, die diese modernen Techniken installieren, den Umstieg voller Elan mitträgt.

Mitarbeiter/-innen des ifh Göttingen referieren auf einer internationalen Tagung

Im Rahmen der Tagung "Gender segregation in vocational education" diskutierten am 18. und 19. November 2014 in Oslo Wissenschaftler/-innen aus sieben OECD-Ländern die Frage, inwieweit geschlechtsspezifische Berufswahl junger Menschen von institutionellen Rahmenbedingungen und länderspezifischen Bildungsstrukturen in den jeweiligen Ländern beeinflusst wird. Am ersten Tagungstag referierten Frau Dr. Haverkamp und Dr. Petrik Runst vom ifh Göttingen zum Thema "Feminisation of occupations in the German vocational training system of skilled crafts". Die vorgestellten Ergebnisse wurden im Rahmen des ifh-Projekts "Mehr Frauen ins Handwerk!" gewonnen, das vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung finanziell gefördert wird.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Dr. Runst präsentiert Forschungsergebnisse auf dem G-Forum 2014

Auf dem diesjährigen G-Forum, dem wichtigsten Treffen der Gründerforscher in Deutschland, das am 13. - 14. November 2014 in Oldenburg stattfand, stellte Dr. Runst seine Forschungsarbeit zum Thema "Entrepreneurship and Ideology" vor. Er legte dar, dass sich neue Selbstständige bei einer Reihe von Themen im Durchschnitt weniger Staatseingriffe wünschen als Angestellte. Es wurde weiterhin gezeigt, dass dies keine Resultate der Erfahrungen sind, die in den ersten Jahren nach der Firmengründung gemacht wurden. Der ideologische Unterschied besteht bereits zu Beginn der Firmengründung.

Vortrag des ifh Göttingen auf Binnenmarktforum der EU-Kommission

Am Freitag den 14. November 2014 veranstaltete die EU-Kommission in Berlin ein Binnenmarktforum mit dem Titel "Reglementierung von Berufen – Auswirkungen und zukünftige Entwicklungen". Hintergrund der Veranstaltung ist die Transparenzinitiative der EU-Kommission zu den regulierten Berufen in Europa. In diesem Rahmen wurde auch über die deutsche Handwerksordnung mit seinen 41 zulassungspflichtigen Zweigen diskutiert.

Im Rahmen des ersten Panels "Soziale und wirtschaftliche Auswirkungen der Reglementierung von Berufen" stellte der Geschäftsführer des ifh Göttingen, Dr. Klaus Müller, die Ergebnisse des Göttinger Instituts insbesondere zu den Auswirkungen der Handwerksnovellierung von 2004 vor.

Mitgliederversammlung des ifh Göttingen 2014

Am 04.  November 2014 fand die jährliche Mitgliederversammlung des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen e.V. statt. Geleitet wurde sie vom Vorsitzenden Peter Voss, Präsident der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen. Im Mittelpunkt der Sitzung stand der Bericht von Professor Dr. Kilian Bizer und von Dr. Klaus Müller über die vergangenen und zukünftigen Aktivitäten im Institut.

ifh-Mitarbeiter veröffentlicht Gastbeitrag im BBE-Newsletter

Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) widmet sich in seinem aktuellen Newsletter dem facettenreichen Verhältnis von bürgerschaftlichem Engagement und Erwerbsarbeit. Veröffentlicht wurde unter anderem ein Gastbeitrag von Dr. Jörg Thomä zur ehrenamtlichen Beteiligung der Arbeitnehmerseite in der Handwerksorganisation. Das Papier fasst ausgewählte Ergebnisse einer empirischen Studie zusammen, die das ifh Göttingen im Auftrag des Westdeutschen Handwerkskammertags durchgeführt hat. Das BBE ist ein Zusammenschluss von Akteuren aus Bürgergesellschaft, Staat und Wirtschaft. Deren übergeordnetes Ziel ist es, die Bürgergesellschaft und bürgerschaftliches Engagement in allen Gesellschafts- und Politikbereichen nachhaltig zu fördern.

Der Beitrag ist hier zu finden: Link zum BBE-Newsletter

Dr. Klaus Müller nimmt am Round Table Mittelstand teil

In Berlin kamen am 3.11.2014 Wissenschaftler aus verschiedenen Instituten, Vertreter von Verbänden und Experten aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zusammen, um über mittelstandsrelevante Fragen zu diskutieren. Die Begrüßung erfolgte durch Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung. Moderiert wurde die Sitzung von Prof. Dr. Friederike Welter, Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn.

In diesem Jahr diskutierte die Expertenrunde vor dem Hintergrund sinkender Existenzgründerzahlen über Chancen und Herausforderungen des Gründungsgeschehens in Deutschland. Ein wesentliches Ergebnis der Expertenrunde: Es ist weniger die Anzahl der gegründeten Unternehmen entscheidend, als vielmehr ihr Wachstumspotenzial und die Nachhaltigkeit der Gründungen. Studien belegen, dass vor allem innovative Gründungen mehr Mitarbeiter beschäftigen und zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen.

Volkswirte der deutschen Handwerkskammern plädieren für eine selbstbewusste Positionierung der Meisterqualifikation im Bildungswettbewerb

Die Volkswirte der Handwerkskammern diskutierten am 7. und 8. Oktober 2014 in Göttingen auf ihrem traditionellen Volkswirte-Forum die Bedeutung der Meisterprüfung als Anker der Qualifikationskultur im Handwerk. Durch die Reform der Handwerksordnung von 2003 ist die Meisterprüfung vielfach in Frage gestellt worden. Hier muss nach Ansicht der Volkswirte aus den Handwerksorganisationen auf zwei Wegen entgegengesteuert werden: Einmal durch die fortwährende Betonung der gesamtwirtschaftlichen Vorteile einer qualifikationsgebundenen Berufszugangsregelung und andererseits durch eine kontinuierliche Qualitätssicherung bei den Meisterprüfungen. Aufbauend auf der Einbindung des Meisters im Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmen kann so der Stellenwert der Meisterqualifikation in der gesamtwirtschaftlichen Bildungslandschaft weiter gestärkt werden.

Frauen in männerdominierten Ausbildungsberufen des Handwerks

Zwischen 1995 und 2013 ist die Zahl der jungen Frauen, die sich für eine Ausbildung in einem männerdominierten Beruf des Handwerks entschieden haben, um 19,2% gestiegen. Diese und viele weiteren Erkenntnisse statistischer Datenanalyse wurden am 13.10.2014 bei der 2. Sitzung der begleitenden Arbeitsgruppe zum Projekt "Mehr Frauen ins Handwerk!" von MitarbeiterInnen des ifh Göttingen vorgestellt und anschließend diskutiert. Bei dem Projekt handelt es sich um ein Forschungsvorhaben, das aus Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung finanziell gefördert wird und bis Ende Februar 2015 die Erwerbssituation von Frauen im Handwerk auf Basis vorhandener repräsentativer Datensätze untersuchen soll.

Die Präsentation der 2. Sitzung kann hier heruntergeladen werden:

ifh Göttingen veröffentlicht ein Arbeitsheft zum Erneuerbare-Energien-Gesetz

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) belastet die Kostenstruktur der meisten Handwerksbetriebe spürbar. Eine Studie des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh) weist nach, dass die EEG-Umlage, die von den Betrieben zur Finanzierung des Ausbaus der erneuerbaren Energien gezahlt werden muss, zu einer kumulierten Belastung der Handwerkswirtschaft von in etwa einer Milliarde Euro führt. Rein statistisch ergäbe sich eine durchschnittliche Mehrbelastung pro Jahr und Unternehmen von ca. 1.750 Euro.

ifh Göttingen an neuem Drittmittelprojekt beteiligt

In Südniedersachsen hat sich an breites Bündnis von regionalen Institutionen mit dem Ziel zusammengeschlossen, die Aktivitäten des Wissens- und Technologietransfers zwischen den Hochschulen der Region, den Unternehmen und ihren Verbänden sowie kommunalen Wirtschaftsförderern besser aufeinander abzustimmen und miteinander zu vernetzen. Als vorbereitende Maßnahme soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, welche verschiedene Formen der Zusammenarbeit  zwischen den regionalen Akteuren prüft und bewertet. Diese Machbarkeitsstudie wurde als Projekt unter dem Titel "Südniedersächsischer Innovationscampus" (SNIC) bewilligt und wird zum Teil aus EFRE-Mitteln finanziert. Das ifh Göttingen ist neben der Universität Göttingen und der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen eine der beteiligten Institutionen.

Neues Konzept für die "Bibliografie des Handwerks und Gewerbes"

Das volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh) ist eine zentrale Anlaufstelle für Literaturfragen aus dem Handwerk. In diesem Rahmen stellt das ifh auf seiner Website ein ständig aktualisiertes Literaturrecherche-Tool zur Verfügung. Außerdem wurden die wichtigsten Publikationen mit Handwerksbezug einmal im Jahr zusammengefasst und als "Bibliografie des Handwerks und des Gewerbes" in Print vertrieben. Aufgrund des veränderten Nutzerverhaltens wird die bisherige Bibliografie durch eine themengebundene Spezialbibliografie abgelöst, welche als E-Publikation frei zugänglich sein wird. Das neue Format soll eine verständliche und lesbare Kurzzusammenfassung von wissenschaftlichen Aufsätzen zu einem aktuellen Thema mit Handwerksbezug bieten.

Prof. Bizer im handwerk.magazin zur Zukunft des Handwerks

Grundsätzlich sieht Prof. Bizer die Zukunft des Handwerks positiv. Dies liegt insbesondere daran, dass die Handwerksbetriebe in der Lage sind, individuelle Kundenwünsche zu befriedigen. Da das Handwerk überwiegend aus Kleinst- und Kleinbetrieben besteht, könnte die relativ geringe strategische Anpassungsfähigkeit der Betriebe ein Problem darstellen, weil die hierfür notwendigen personellen Ressourcen meist nicht oder nur ungenügend vorhanden sind. Hinzu kommt, dass die gesamtwirtschaftliche Position des Handwerks in den letzten Jahren durch die sinkenden Reallöhne und die enorme Exportorientierung stark beeinträchtigt worden ist. Wenn es den Handwerksunternehmen jedoch gelingt, neue Entwicklungen, wie z.B. bei "Industrie 4.0", aufzugreifen, wird es sich Marktvorteile sichern können.

Dr. Müller hält Vortrag über Soloselbstständige im Handwerk

Auf der Mitgliederversammlung des Unternehmerverbandes Handwerk Baden-Württemberg am 15. Juli 2014 in Stuttgart stand das Thema "Soloselbstständigkeit im Handwerk – eine sozialpolitische Zeitbombe?" im Fokus. Das zentrale Referat hielt der Geschäftsführer des ifh Göttingen, Dr. Klaus Müller. Er führte dabei aus, dass sich der Anteil der Soloselbstständigen im Handwerk in den letzten Jahren stark erhöht hat. Heute gehören über 40 % aller Handwerksunternehmen zu dieser Gruppe. Da diese Personen häufig nur ein geringes Einkommen erzielen, sorgt ein größerer Teil auch nicht in ausreichendem Maße für seine soziale Absicherung vor. In der anschließenden Diskussion ging es primär darum, welche diesbezüglichen Forderungen an die politischen Entscheidungsträger gerichtet werden können.

Die Präsentation von Herrn Dr. Müller steht hier zum Download bereit:

Dr. Klaus Müller beim Thüringer Handwerkertalk

In diesem Jahr stand der Thüringer Handwerkertalk unter dem Motto "Quo vadis – Potenzialanalyse Thüringer Handwerk – Resümee und Effekte". Nach der Eröffnungsrede durch den Thüringer Wirtschaftsminister, Herrn Uwe Höhn, stellte der Geschäftsführer des ifh Göttingen, Dr. Klaus Müller, die wichtigsten Ergebnisse der Studie vor, die das ifh Göttingen im vergangenen Jahr erstellt hatte. Anschließend fand eine Podiumsdiskussion statt, wo über Handlungsempfehlungen der Studie diskutiert wurde. Teilnehmer waren neben Minister Höhn und Dr. Müller auch der Präsident des Thüringer Handwerkstages, Herr Stefan Lobenstein, und ein Handwerksunternehmer, Herr Schellenberg.

Die Präsentation von Herrn Dr. Müller finden Sie hier:

ifh Göttingen veröffentlicht Arbeitsheft zu Effekten einer steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden

Steuerliche Förderung, zusätzlich neben den bisherigen Instrumenten aus KfW-Krediten und ‑Zuschüssen, kann die Energiewende in Deutschland kräftig ankurbeln. Dies zeigt eine aktuelle Studie des volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk (ifh) an der Universität Göttingen. Überdies belegen die Autoren der Studie anhand einer Modellrechnung, dass Minder­einnahmen aus diesen Steuererleichterungen durch Mehreinnahmen und Einsparungseffekte an anderer Stelle um mehr als 880 Mio. Euro überkompensiert würden.

Dr. Klaus Müller spricht im hessischen Fernsehen über die Auswirkungen der HwO-Reform von 2013

In einem kurzen Beitrag beschäftigte sich die Hessenschau am 15. Mai 2014  mit der Handwerksrechtsnovelle von 2004. Neben einem ausführlichen Bericht über die Situation in einem Malerbetrieb wurde u.a.  auch der Geschäftsführer des ifh Göttingen nach seiner Einschätzung der Auswirkungen aus wissenschaftlicher Sicht befragt. Dr. Müller wies darauf hin, dass  die Stabilität der neuen Gründungen relativ gering ist und die Gefahr einer Dequalifizierungsspirale droht, in dem die Gründer eine immer schlechtere Qualifikation aufweisen, diese in der Regel nicht mehr ausbilden und auch die Verbraucher eine schlechtere Qualität bekommen.