Analyse des Digitalisierungsgrads von Bildungseinrichtungen auf Basis von Webscraping

18. Juni 2021

Diese Vorstudie zeigt beispielhaft, wie mit der Methodik des Webscrapings, d.h. einem systematischen Abruf und statistischer Analyse von Webseiten, Erkenntnisse über Bildungseinrichtungen gewonnen werden. Anhand von zwei Teilstudien über 200 niedersächsische sowie 173 Bildungseinrichtungen aus Nordrhein-Westfalen wird eine strukturelle und inhaltsbezogene Analyse der Webseiten durchgeführt. Der Fokus liegt dabei auf dem Digitalisierungsgrad und der Nutzung digitaler Technologien durch die Bildungseinrichtungen. Übergreifend zeigt die Studie:

  • Webscraping ist ein geeignetes Werkzeug zur umfassenden und tagesaktuellen Analyse von Bildungseinrichtungen insbesondere im Hinblick auf deren Digitalisierungsgrad und die Nutzung zentraler Technologien.
  • Webscraping weist eine Reihe von Vorteilen gegenüber klassischen Befragungen auf, wobei insbesondere die effiziente Nutzung größerer Stichproben bei begrenztem Aufwand sowie die Möglichkeit zur wiederholten Abfrage von Informationen zentrale Vorteile darstellen.
  • Die regelmäßige Analyse der Webseiten ermöglicht ein dauerhaftes regionales bis deutschlandweites Monitoring von Veränderungen im Digitalisierungsverhalten. Dies ermöglicht es, die Wirkung von Förderprogrammen oder Beratungsleistungen, etwa zwischen Bundesländern oder Schulträgern, zu evaluieren.
  • Insbesondere können die Webseiten transparent in Bezug auf die Nutzung spezifischer Technologien, Apps, Plattformen oder sozialen Netzwerken analysiert werden. Hiermit lässt sich effizient zeigen, welche Schulen mit welchen Technologien werben, welche Regionen sich in technologischer Hinsicht dynamisch entwickeln und wo Marktpotenziale für einzelne Technologien bestehen.
  • Webscraping ermöglicht es, in deutschlandweiten Stichproben bei Bildungseinrichtungen Vorreiter und Nachzügler im Hinblick auf das Digitalisierungsverhalten zu identifizieren, regionale, bundeslandbezogene und deutschlandweite Vergleichsgruppen zu bilden sowie diese kartografisch darzustellen.
  • Ebenso kann der Zusammenhang der soziodemografischen Eigenschaften von Regionen mit den Ergebnissen des Webscrapings untersucht werden, etwa im Hinblick darauf, welche systematischen Unterschiede zwischen dem Digitalisierungsverhalten von Bildungseinrichtungen in Stadt und Land oder zwischen Regionen mit unterschiedlichem Wohlstandsniveau bestehen.

Webscraping stellt somit ein innovatives und effizient einsetzbares Instrument für die systematische Analyse der Entwicklung von Bildungseinrichtungen im Feld der Digitalisierung dar.

Als inhaltlicher Ansprechpartner zu den Ergebnissen dieser Studie steht Dr. Till Proeger zur Verfügung.

Download der Studie

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