Empirische Studie zu regulatorischen Experimenten für eine nachhaltige Entwicklung

14. Januar 2021

Governance-Experimente stellen ein wichtiges Instrument zur Gestaltung von Transformationsprozessen hin zu einer nachhaltigen Entwicklung dar. Dennoch sind die durch die Experimente hervorgerufenen politischen und regulatorischen Lernprozesse bisher kaum analysiert worden. Daher untersucht dieses Papier, welche Faktoren das Aufgreifen experimenteller Erkenntnisse für die Gestaltung nachhaltiger Entwicklungsprozesse beeinflussen und welche Rolle dabei die institutionelle Umgebung der Experimente spielt. Dafür wurden 27 internationale Fälle von Governance-Experimenten durch eine qualitative Inhaltsanalyse vergleichend untersucht. Das Aufgreifen experimenteller Erkenntnisse wurde dabei entlang der Dimensionen Skalierbarkeit, Übertragbarkeit und unbeabsichtigte Konsequenzen analysiert. Die Untersuchung zeigt, dass der zeitliche Rahmen, der Zeitpunkt der Durchführung, die politische Unterstützung, der regulatorische Kontext, geografische Besonderheiten, Auswahlprozesse, Evaluierungsprozesse, der Test verschiedener Politikoptionen, heterogene Akteurskonstellationen sowie Kommunikationsprozesse wichtige Einflussgrößen für das Aufgreifen experimenteller Erkenntnisse sind.

Als inhaltlicher Ansprechpartner zu den Ergebnissen dieser Studie steht Thore Sören Bischoff zur Verfügung.

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