Neue Studie zum positiven Zusammenhang von allgemeinem Vertrauen und regionaler Innovationstätigkeit

12. Januar 2022

Der regionale Kontext besitzt eine hohe Relevanz für die unternehmerische Innovationsfähigkeit. Kontextfaktoren umfassen schwer messbare weiche Größen wie allgemeines Vertrauen. Vertrauen senkt Transaktionskosten für Kooperationen zwischen Unternehmen, Wissenschaft und weiteren Akteuren, welche die Grundlage für erfolgreiche regionale Innovationssysteme bilden. Die vorliegende Studie untersucht empirisch den Zusammenhang zwischen allgemeinem Vertrauen und Innovation in Deutschland und führt dazu Daten auf Individualebene (Sozio-ökonomisches Panel), Unternehmensebene (Mannheimer Innovationspanel) sowie Regionalebene (INKAR-Regionaldaten, Förderkatalog, Patentdaten) zusammen. Die Daten werden unter Anwendung von Mehrebenen-Modellen, Panel-Daten-Modellen sowie räumlich-ökonometrischer Schätzverfahren analysiert.

Es ergibt sich ein positiver Zusammenhang von Vertrauen und unternehmerischer Innovationstätigkeit, welcher sich besonders relevant für KMU zeigt. Stärker fällt der Effekt aus für Regionen mit kleinbetrieblicher Struktur (süd- und ostdeutsche Regionen) sowie unterdurchschnittlichen Vertrauensniveaus (ostdeutsche Regionen). Die Ergebnisse liefern Erklärungsansätze für Unterschiede in der Effektivität von regionalen Innovationssystemen und regionalem Wachstum.

Link zur Studie

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