Neues ifh-Working Paper zur Wirkung der Ökosteuer auf CO2-Emissionen

22. Februar 2021

Viele Länder habe erst vor kurzem damit begonnen, CO2-Steuern einzuführen. Aus diesem Grund gibt es nur wenige Zeitreihendaten, welche für eine Wirksamkeitsuntersuchung von CO2-Steuern genutzt werden können. Darum untersuchen wir die Wirksamkeit sogenannter Quasi-CO2-Steuern, d.h. die Besteuerung von Gütern, welche CO2 emittieren, deren Steuerlast aber nicht auf Grundlage der Menge der Emissionen berechnet werden. Die Ökosteuer, welche in 1999 in Deutschland eingeführt wurde, erhöhte den Preis von Benzin und entspricht einer quasi-CO2-Steuer von ca. 66 Euro pro Tonne CO2. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Ökosteuer zu einer nicht unerheblichen Reduktion von Emissionen im deutschen Transportsektor (von 0,2 bis 0,35 t pro Person und Jahr) führte. Unsere quantitativen Ergebnisse als auch die qualitative Untersuchung von Geschäftsberichten eines deutschen Automobilherstellers lassen vermuten, dass die Steuer Innovationen in der Motorentechnologie auslöste und zu einer verstärkten Nutzung von Dieselfahrzeugen führte.

Als inhaltlicher Ansprechpartner zu den Ergebnissen dieser Studie steht Dr. Petrik Runst zur Verfügung.

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