Resiliente Unternehmerpersönlichkeiten steigern die Innovationskraft von Handwerksbetrieben

9. Juni 2021

In der renommierten Fachzeitschrift Small Business Economics haben die ifh-Mitarbeiter Dr. Petrik Runst und Dr. Jörg Thomä einen Aufsatz zur Bedeutung der Unternehmenspersönlichkeit für die handwerkliche Innovationstätigkeit veröffentlicht. Sie liefern darin eine neue Erklärung für den überraschenden Innovationserfolg von kleinen, nicht-forschungsintensiven KMU. Gerade im kleinbetrieblichen Unternehmenskontext fällt Inhaber/-innen demnach im Innovationsprozess eine Schlüsselfunktion zu. Ihre Persönlichkeit hat direkten Einflüsse auf externe und interne Kommunikations- und Wissensaustauschprozesse und legt damit den Grundstein für die Innovationskultur des Betriebs. Auf Basis von Befragungsdaten zum sächsischen Handwerk zeigen die Autoren in diesem Zusammenhang, dass ein resilienter Unternehmertyp (Inhaber/-innen, die sich durch emotionale Stabilität, Offenheit, Extraversion und Gewissenhaftigkeit auszeichnen) vor allem die Innovationstätigkeit von solchen KMU vorantreibt, die, statt auf eigene FuE zu setzen, eher auf interaktives Lernen innerhalb des Unternehmens und mit externen Partnern aufbauen. Die Ergebnisse zeigen somit, dass im Handwerk in der Ausbildung und Beratung von Unternehmerinnen, Unternehmern und Führungskräften auch der Aspekt der psychologischen Selbstwahrnehmung berücksichtigt werden sollte, damit die entsprechenden Personen ihre Rolle im betrieblichen Innovationsgeschehen effektiv ausfüllen können.

Runst, P. & Thomä, J. (2021). Does personality matter? Small business owners and modes of innovation. Small Business Economics, (online first), DOI 10.1007/s11187-021-00509-1. Link zum Artikel

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Dr. Jörg Thomä.

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