Plattformökonomie und Datennutzung im Handwerk (DHI)

Ansprechpartner

Dr. Till Proeger

Bearbeitung

Dr. Till Proeger

Kooperationspartner

Handwerkskammern Oldenburg, Hildesheim-Südniedersachsen, Hannover, Braunschweig-Lüneburg-Stade, für Ostfriesland, Ulm; ZDH - Abteilung Wirtschaft Energie Umwelt; Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Projektlaufzeit

Januar 2020 - Dezember 2021

Projektziele

Mit der sprunghaften Etablierung digitaler Plattformen für Konsumenten in den vergangenen Jahren werden deren technische Anwendungsmöglichkeiten immer stärker auch für das Handwerk relevant. Viele Unternehmen aus Digitalwirtschaft, Handwerk und Industrie arbeiten bereits an Plattform-Lösungen für handwerkliche Dienstleistungen, was naturgemäß eine Reihe von Chancen und Risiken für die handwerkliche Unternehmensstruktur und Wertschöpfung nach sich zieht. Die technischen Lösungen reichen dabei von Vermittlungs- und, Bewertungsplattformen, digitalen Marktplätzen, Mobilitätsplattformen bis hin zu voll integrierten neuen Wertschöpfungsketten auf Basis vernetzter, autonom kommunizierender Materialien und Produkte. Vor allem letztere haben das Potenzial, nicht nur höhere Prozesseffizienz innerhalb etablierter Unternehmens- und Marktstrukturen, sondern eine grundlegende, disruptive Neuordnung bestehender Märkte zu bewirken.

Das Projekt soll grundlegende Fragen der Plattformökonomie aus juristischer und ökonomischer Perspektive klären. Die Studie hat dabei die folgenden Eckpunkte:

1. Beschreibung handwerksrelevanter Plattformen und datengetriebener Technologien
Auf Basis aktueller Projektergebnisse des LFI München zu den relevanten Plattformen für das Handwerk ist zu untersuchen, in welchen Branchen sich im Rahmen der untersuchten Plattformen und Technologien disruptive Entwicklungen abzeichnen.

2. Reaktion vergleichbarer Branchen auf den digitalen Wandel
Im Vergleich mit anderen mittelständisch geprägten Branchen ist zu analysieren, wie dort technische, ökonomische und juristische Entwicklungen ausgeprägt sind. Ebenso sind Branchen und Marktakteure zu analysieren, die eine grundlegende Branchen-Umstrukturierung auf Basis digitaler Plattformen vollzogen haben.

3. Juristische Perspektiven zur Weiterentwicklung des Datennutzungsrechts
Seitens des Kooperationspartners ist der aktuelle Rechtsrahmen bezüglich der Rechte zur Nutzung von Daten zu untersuchen. Vor diesem Hintergrund sollen aktuelle Reformdiskussionen auch im Kontext der Plattformökonomie beleuchtet werden.

4. Ökonomische Perspektiven auf Monopolbildung durch Plattformen
Aus (innovations-)ökonomischer Perspektive ist zu diskutieren, welche Konsequenzen Monopolisierungstendenzen auf durch Plattformen neu organisierten Märkten hätten. Hierbei ist zu klären, ob eine ordnungspolitische Regelung von Datenströmen als „geregelte Allmende“ denkbar und innovationspolitisch sinnvoll ist.

5. Szenarien für das Handwerk
Auf Basis der zuvor erfolgten, grundlegenden Analysen sind schließlich Szenarien für die Entwicklung des Handwerks aufzustellen, die mögliche verschiedene technische, wirtschaftspolitische und regulatorische Rahmenbedingungen einbeziehen und in der wirtschaftspolitischen Diskussion als Grundlage genutzt werden können.


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