REraGI - Regulatorische Experimentierräume für die reflexive und adaptive Governance von Innovationen (BMBF)

Ansprechpartner

Thore Sören Bischoff

Bearbeitung

Thore Sören Bischoff

Kooperationspartner

Professur für Wirtschaftspolitik und Mittelstandsforschung der Georg-August-Universität Göttingen, Hochschule Darmstadt, Öko-Institut e.V.

Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektlaufzeit

Januar 2019 - Dezember 2020

Projektziele

Gesellschaft, Wirtschaft und Politik stehen im Zuge der Entwicklungsschübe, die durch die Digitalisierung ausgelöst werden vor zunehmenden Herausforderungen an die Governance von Innovationsprozessen. Innovationen sind dabei nicht linear technologisch, sondern als Prozesse wechselseitiger Beeinflussung von Akteuren aus Forschung, Unternehmen und Zivilgesellschaft zu verstehen. Um ein lernendes System der Governance von Innovationen zu etablieren, muss die staatliche Regelsetzung selbst Gegenstand von Innovationstätigkeit werden. Nur so kann die staatliche Steuerungsfähigkeit in Bezug auf technologische und soziale Innovationen dauerhaft erhalten und die stetige Rückkopplung mit gesellschaftlichen Stakeholdern sichergestellt werden. Eine Möglichkeit hierfür ist die Etablierung sogenannter „regulatorischer Experimentier­räume“, die eine systematische Erprobung und Evaluation von Regulierungsalternativen in Feldern hoher technologischer oder sozialer Innovationsdynamik ermöglichen. Das Projekt REraGI adressiert dieses polit-ökonomische Konzept, schafft interdisziplinäre Definitionen und erstellt akteurspezifische Leitfäden.

Das ifh Göttingen adressiert im Rahmen des Projekts insbesondere die Rolle von kleinen und mittleren Unternehmen und ihre besonderen Anforderungen an staatliche Innovationsgovernance. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die entstehenden Konzepte und Leitfäden den besonderen Erfordernissen der KMU-basierten Wirtschafts- und Innovationsstruktur Deutschlands angepasst sind. Hierbei kann effektiv auf die vorangegangenen Forschungen des ifh Göttingen zu den Besonderheiten des Innovationsmodus handwerklicher KMU und deren Rolle im gesamten Wirtschafts- und Innovationsgefüge aufgebaut werden.

REraGI verfolgt die grundlegende Zielsetzung einer Nutzbarmachung des Konzepts regulatorischer Experimentierräume für die Governance von Innovationen. Hierfür wird die folgende grundsätzliche Herangehensweise abgeleitet:

  1. Eine Synthese der disziplinären theoretischen Vorarbeiten und eine empirische Erhebung über abgeschlossene und laufende regulatorischen Experimentierräume.
  2. Die Formulierung eines neuen, interdisziplinär umfassenden Konzepts regulatorischer Experimentierräume, das Theorieentwicklung und empirischer Erhebung verbindet.
  3. Eine Aufstellung allgemeiner methodischer Standards in Form von akteurspezifischen Leitfäden für die Einrichtung regulatorischer Experimentierräume
  4. Eine Erstellung praxisnaher Umsetzungskonzepte für drei konkrete Innovationsbereiche, die eine Initiierung entsprechender regulatorischer Experimentierräume ermöglicht.
  5. Die Rückkopplung der Projektergebnisse mit gesellschaftlichen Stakeholdern sowie der Transfer an die Adressaten als Abschluss des Projekts.

Publikationen im Projekt

Bauknecht, D., Bischoff, T., Bizer, K., Heyen, D., Führ, M., Gailhofer, P., Proeger, T. & Von der Leyen, K. (2019). Exploring the pathways: Regulatory experiments for Sustainable Development – an interdisciplinary approach. ifh Working Papers (No. 22). Göttingen.


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