Ökonomische Relevanz von Reparaturdienstleistungen im Handwerk (UBA)

Bearbeitung

Prof. Dr. Kilian Bizer, Dr. Till Proeger, Kaja Fredriksen, Franziska Schade

Auftraggeber

Umweltbundesamt (UBA)

Projektziele

In Kürze

  • Reparaturdienstleistungen haben eine hohe ökonomische Relevanz für das Handwerk.
  • Auf Basis von Experteninterviews werden Anreize und Hemmnisse für eine Ausweitung von Angebot und Nachfrage nach Reparaturdienstleistungen analysiert.
  • Es werden zahlreiche Handlungsfelder für Handwerksorganisationen, Betriebe und Reparaturinitiativen identifiziert, die der Ausweitung von Reparaturdienstleistungen dienen können.
  • Es zeigen sich Kooperationspotenziale mit ehrenamtlichen Reparaturinitiativen; eine mögliche Konkurrenzsituation wird als unproblematisch gesehen.

Zusammenfassung der Studie

Die Studie „Handwerk und Reparatur – ökonomische Bedeutung und Kooperationsmöglichkeiten mit Reparaturinitiativen“ adressiert quantitativ die Relevanz von Reparaturtätigkeiten für das deutsche Handwerk sowie qualitativ die Anreize und Hemmnisse für eine Ausweitung von Angebot und Nachfrage für Handwerksdienstleistungen. Neben dem Handwerkssektor werden Reparaturinitiativen betrachtet und deren mögliche Rolle in Kooperation mit Handwerksbetrieben untersucht. Bei der quantitativen Analyse auf Basis von Daten des statistischen Bundesamtes und der ZDH-Strukturumfrage zeigt sich eine starke ökonomische Relevanz von Reparaturdienstleistungen für das Handwerk und eine dominante Rolle von Handwerksbetrieben bei der gesamtwirtschaftlichen Reparaturtätigkeit. Für die qualitative Analyse wurden mit der Reparatur befasste Betriebe, Akteure der Handwerksorganisationen sowie Personen in Reparaturinitiativen in Experteninterviews befragt. Die im Anschluss durchgeführte Analyse zeigt eine ganze Reihe von Anreizen und Hemmnissen für reparierende Betriebe sowie für Reparaturinitiativen und Konsumenten auf, die für eine mögliche Steigerung von Reparaturangebot und -nachfrage zu beachten sind. Hinsichtlich der Frage von Kooperation oder Konkurrenz zwischen Handwerk und Reparaturinitiativen zeigen sich bei den befragten Personen keine Vorbehalte hinsichtlich einer Konkurrenzsituation, wohl aber deutliche Kooperationspotenziale. Den Abschluss der Studie bilden die Identifikation möglicher Handlungsfeldern für die Handwerksorganisationen und Reparaturinitiativen sowie eine Diskussion des weiteren Forschungsbedarfs, der diese erste Analyse des Themenfelds „Reparatur und Handwerk“ vertiefen könnte.

Publikationen im Projekt

Bizer, K., Fredriksen, K., Proeger, T. & Schade, F. (2019). Handwerk und Reparatur - ökonomische Bedeutung und Kooperationsmöglichkeiten mit Reparaturinitiativen. UBA Texte 19/2019.


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