Handwerk im ländlichen Raum (DHI)

Bearbeitung

Dr. Petrik Runst, Dr. Katarzyna Haverkamp

Projektziele

Das Handwerk ist ländlich. Dies zeigt eine Analyse von Handwerksstruktur- und Regionaldaten durch das ifh Göttingen. Obwohl das Handwerk auch in den Städten eine gewichtige Rolle spielt, liegt der Beschäftigungsbeitrag des Handwerks in ländlichen Regionen um rund 30 % höher als in städtischen Regionen. In den meisten der 402 deutschen Kreise liegt der Anteil der Handwerker an allen Erwerbstätigen über 10 %. Gerade in solchen Räumen, die eine niedrigere Wirtschaftsleistung aufweisen als Städte, übernimmt das Handwerk eine stabilisierende Funktion. In diesen Regionen sind eine geringere Armut, eine hohe Ausbildungsquote bei Jugendlichen und eine geringere Betroffenheit von Abwanderung zu verzeichnen. Die Strukturförderung des ländlichen Raumes konzentriert sich zugleich auf weniger stark handwerklich geprägte Räume.

„Gerade in diesen Räumen, welche eine niedrigere Wirtschaftsleistung aufweisen, übernimmt das Handwerk eine stabilisierende Funktion.“

Handwerksregionen:

  • sind ländlich geprägt,
  • weniger stark von Bevölkerungsrückgang betroffen,
  • ausbildungsstärker,
  • weniger von Kinderarmut und Arbeitslosigkeit betroffen als vergleichbare Regionen,
  • erhalten weniger Strukturförderung,
  • hatten schon in den 1920er Jahren ähnliche Strukturmerkmale.

Publikationen im Projekt

Runst, P. & Haverkamp, K. (2018). Handwerk im ländlichen Raum. Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung (Heft 22). Göttingen.


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