Leistungspotenzial des kreativen Handwerks in Sachsen-Anhalt (Ministerium f. Wissenschaft & Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt)

Bearbeitung

Dr. Klaus Müller, Sebastian Markworth

Auftraggeber

Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt

Projektziele

Das Handwerk in Sachsen-Anhalt besitzt ein relativ hohes Potenzial für kultur- und kreativwirtschaftliche Aktivitäten. Die Gesamtzahl aller Handwerksunternehmen, die Umsätze in diesem Segment generieren, summierte sich 2010 auf rund 4.900 Unternehmen mit knapp 24.000 Beschäftigten und einem Umsatz von mehr als 1,8 Mrd. Euro, stellte das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk (ifh) an der Universität Göttingen jetzt fest. Die Abhandlung regionalisiert damit erstmals für ein Bundesland Ergebnisse einer bundesweiten Studie zur Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) im Handwerk.

Auf Initiative des Landesministeriums für Wissenschaft und Wirtschaft wurden mit der Studie Daten erforscht, welche die Größenordnung der Kreativhandwerke in Sachsen-Anhalt beschreiben. Dabei wird deutlich, dass dieses Segment auf Landesebene einen Nachholbedarf zum Bundesdurchschnitt im Bereich „KKW-zeitgenössisch“ hat, also in Tätigkeitsfeldern wie Design/Gestaltung, Baukultur oder Kunsthandwerk. Bereits stärker besetzt ist der Bereich „KKW-historisch“, in dem die Restaurierung bzw. Erhaltung des Kulturerbes im Zentrum steht sowie die Bewahrung traditioneller Kulturtechniken. Außerdem führt die Untersuchung eine Reihe beeindruckender Beste-Praxis-Beispiele an, in denen kultur- und kreativwirtschaftlich tätige Handwerksunternehmen ausführlich vorgestellt werden.

Um weitere Potenziale zur Stärkung des kultur- und kreativwirtschaftlichen Handwerks in Sachsen-Anhalt zu erschließen, empfiehlt die Studie, mehrere Handlungsfelder in den Vordergrund zu stellen. So kann mit intensiverer Öffentlichkeitsarbeit die Wahrnehmung dieser Unternehmen verbessert werden. Dafür bietet sich auch das Internetportal «www.kreativ-sachsen-anhalt.de» an. Weil es sich bei den Kreativberufen vielfach um nicht-zulassungspflichtige Handwerke handelt, die also ohne Gesellen- oder Meisterbrief ausgeübt werden können, kann die Handwerksorganisation entsprechende Qualifizierung leisten. Ferner bieten die Auslobung von Preisen, die Einrichtung von Gemeinschaftsständen auf Messen und Ausstellungen oder die Organisation von Wettbewerben vielfältige Möglichkeiten für Verbraucher, die Kultur- und Kreativhandwerke und ihre Dienstleistungen besser kennen zu lernen.

Publikationen im Projekt

Müller, K. & Markworth, S. (2012). Leistungspotenzial des kreativen Handwerks in Sachsen-Anhalt. Göttinger Handwerkswirtschaftliche Studien (Band 86). Duderstadt: Mecke.

Eine Kurzfassung der Studie wird direkt vom Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt herausgegeben.


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