Struktur-, Regional- und Potenzialanalyse des Handwerks in Mecklenburg-Vorpommern – Handwerk 2030 (MWAG)

Ansprechpartner

Dr. Petrik Runst

Bearbeitung

Dr. Petrik Runst, Dr. Jörg Thomä, Dr. Lukas Meub

Kooperationspartner

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, Handwerkskammer Schwerin, Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern

Auftraggeber

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern

Projektziele

Das Handwerk ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Mecklenburg-Vorpommern. Rund 19 % aller ansässigen Unternehmen und 17 % aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entfallen im nordöstlichen Flächenland auf die kleinbetrieblich geprägte Handwerkswirtschaft. Im Bund-Länder-Vergleich fallen diese Werte überdurchschnittlich hoch aus. Das Handwerk stellt jedoch nicht nur einen quantitativ bedeutsamen Wirtschaftsfaktor in Mecklenburg-Vorpommern dar, sondern bildet aus Sicht einer an der Entwicklung des ländlichen Raums orientierten Regionalpolitik auch eine wichtige Grundlage für die zukünftige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung des Landes.

Das ifh Göttingen leistet im Rahmen des Projekts die wissenschaftliche Analyse der Struktur, der Regionalität und der Potenziale für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des Handwerks in Mecklenburg-Vorpommern. Konkrete Handlungsempfehlungen zur bestmöglichen Nutzung dieser Potenziale bis ins Jahr 2030 werden abgeleitet. Die Ergebnisse fließen ein in die strategische Ausrichtung der Handwerks- und Mittelstandspolitik des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern sowie in das Leistungsangebot der Handwerkskammern für ihre Mitglieder. Die Studie ist insgesamt nicht nur analytisch-deskriptiv, sondern in hohem Maße lösungs- und handlungsorientiert angelegt. Die Studie ist wie folgt aufgebaut:

  • Modul 1 „Bestandsanalyse“: Auf Basis aktueller statistischer Daten wird eine Bestandsanalyse zur Lage und Entwicklung des Handwerks in Mecklenburg-Vorpommern erarbeitet. Anhand verschiedener Indikatoren werden Strukturkennziffern ermittelt und vergleichende Betrachtungen (Gesamtdeutschland, nord- und ostdeutsche Bundesländer etc.) angestellt.
  • Modul 2 „Kleinräumige Regionalanalyse“: Räumliche Muster in der Betriebslandschaft des Mecklenburg-Vorpommerschen Handwerks werden untersucht. Ziel der kleinräumigen Regionalanalyse ist die Identifikation von möglichen „Handwerksregionen“, also Regionen, die besonders stark von handwerklichen Betrieben geprägt sind. Ebenso lassen sich hierüber Handwerks-Cluster identifizieren und hinsichtlich ihrer Einbindung in regionale Wirtschaftskreisläufe interpretieren.
  • Modul 3 „Auswirkungen der Corona-Krise“: Ein gesonderter Baustein widmet sich den Folgen der Corona-Krise für Gründungstätigkeit und Resilienz des Handwerks in Mecklenburg-Vorpommern, der Wirksamkeit der staatlichen Corona-Unterstützungsmaßnahmen und der Identifikation potenzieller, zusätzlicher Unterstützungsmöglichkeiten. Hierüber werden besonders betroffene Gewerke ermittelt und spezifische Unterstützungsbedarfe abgeleitet.
  • Modul 4 „SWOT-Analyse und Potenzialbetrachtung“: Anhand der ersten drei Module werden Stärken und Schwächen des Mecklenburg-Vorpommerschen Handwerks deutlich. Vor dem Hintergrund handwerksrelevanter „Mega-Trends“ und einer engen Einbindung relevanter Akteure vor Ort vertieft die qualitative Untersuchung auf Basis von Interviews und Workshops die Betrachtung. Ferner werden Potenziale für die Handwerkswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns mit Blick auf die nächsten zehn Jahre identifiziert.
  • Modul 5 „Handlungsempfehlungen /-felder“: Die zuvor gewonnenen Erkenntnisse werden genutzt, um konkrete Handlungsempfehlungen für Politik, Handwerksorganisation und Handwerksunternehmen abzuleiten. Ergänzend werden Experteninterviews mit Handwerksvertretern anderer Bundesländer durchgeführt. Die Handlungsempfehlungen werden im Rahmen eines Workshop-Formats und in enger Abstimmung mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern und den Handwerkskammern diskutiert und präzisiert. Im Ergebnis entsteht so eine breit abgestimmte Entscheidungsgrundlage für die Zukunftsgestaltung des Handwerkssektors in Mecklenburg-Vorpommern.

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