Fachkräftesicherung im Handwerk

Thomä, J. & Bizer, K. (Hrsg.) (2013). Fachkräftesicherung im Handwerk. Göttinger Handwerkswirtschaftliche Studien (Band 90). Duderstadt: Mecke.

In der ifh-Studie Nr. 90 "Fachkräftesicherung im Handwerk" zeigen DHI-Forschungsinstitute Strategien gegen Folgen des demografischen Wandels auf

Handwerksbetriebe sollten sich das Sprichwort "Mit Speck fängt man Mäuse" zu Herzen nehmen, um das zunehmend fehlende Personal fürs eigene Unternehmen zu gewinnen. Ob monetäre Anreize, mitarbeiterfreundliche Gesundheitsförderung oder aktive Unterstützung bei der beruflichen Weiterbildung in den Berufsbildungszentren und Fachschulen des Handwerks – es gibt viele Ansätze, um den negativen Auswirkungen des demografischen Wandels im betrieblichen Alltag zu begegnen.

Die fünf wissenschaftlichen Einrichtungen des Deutschen Handwerksinstituts (DHI) haben den zunehmenden Fachkräftemangel im Handwerk aus verschiedenen Blickwinkeln analysiert und nach praxistauglichen Lösungswegen geforscht. Das Göttinger Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk (ifh) hat jetzt die Ergebnisberichte in einem Sammelband veröffentlicht.

So empfiehlt das Karlsruher Institut für Technik der Betriebsführung (itb) strategische Ansätze, die von zielgerichteter Personalpolitik über effektive Arbeitsorganisation bis zu Verbesserungen der betrieblichen Gesundheitsförderung reichen. Das Ludwig-Fröhler-Institut (LFI), München, beschäftigte sich mit den drei Feldern "monetäre Anreize", "berufliche Perspektiven" und "Arbeitsklima im Handwerk". Dabei fand es eine Reihe von Ansatzpunkten, wie der Abwanderung von Gesellen entgegen gewirkt werden kann. Das Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk (FBH), Köln, hat im Metallhandwerk eruiert, wie sich personalpolitische Maßnahmen sowohl auf die Nachwuchsfindung ("Prä-Gesellenebene") als auch auf die Mitarbeitersicherung von ausgebildeten Fachkräften ("Post-Gesellenebene") beziehen sollten, um den Personalbedarf vorausschauend zu decken.

Das ifh Göttingen untersuchte die Frage, ob die Anwerbung von Fachkräften mit einem beruflichen Werdegang außerhalb des Handwerks eine Option ist. Diese sektorübergeifende Personal­rekrutierung zeigt vor allem im kaufmännischen Bereich Erfolg versprechende Lösungsansätze, wenngleich sie insgesamt gesehen durchaus auch differenziert zu bewerten ist. Schließlich untersuchte das Heinz-Piest-Institut (HPI) in Hannover die Bedeutung der überbetrieblichen Berufsbildung in der Handwerksorganisation. Die Bildungs- und Technologiezentren bilden demnach eine wichtige Komponente, um Handwerksbranchen und -betriebe mit qualifiziertem Personal zu versorgen.

Zusammengestellt sind die Forschungsergebnisse in einer Sammlung von Aufsätzen, in denen die Wissenschaftler der fünf DHI-Institute ihre jeweiligen Untersuchungen detailliert darstellen. Die Textsammlung wird vom Leiter des ifh, Prof. Dr. Kilian Bizer, und Dr. Jörg Thomä in der Schriftenreihe "Göttinger Handwerkswirtschaftliche Studien" herausgegeben.

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