Geschichte des Handwerks - Handwerk im Geschichtsbild

Kockel, T. & Müller, K. (2014). Geschichte des Handwerks - Handwerk im Geschichtsbild. Göttinger Handwerkswirtschaftliche Studien (Band 96). Duderstadt: Mecke.

Die Workshop-Dokumentation, vom ifh Göttingen als Studie Bd. 96 "Geschichte des Handwerks - Handwerk im Geschichtsbild" herausgegeben, eröffnet Perspektiven zur Kooperation zwischen Historikern, Archiven, Museen, Lehrerausbildung und Handwerk

"Wenn das Handwerk daran interessiert ist, in den Geschichtsbüchern vorzukommen, dann muss es etwas dafür tun." Auch wenn dieser Satz erst im Laufe eines Workshops zum Thema "Geschichte des Handwerks – Handwerk im Geschichtsbild" fiel, so stand er doch wie ein imaginäres Motto über der gesamten Tagung, deren umfassende Dokumentation jetzt das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh) zusammen mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) veröffentlicht hat.

Kurz nach dem "Tag des Handwerks 2013", bei dem das Handwerk bundesweit sein aktuelles Image als „Die Wirtschaftsmacht von nebenan“ präsentierte, trafen sich auf Einladung des ZDH rund 70 Wissenschaftler, Forscher und Mitarbeitende aus der Handwerksorganisation in Berlin, um den Umgang mit der Handwerksgeschichte zu diskutieren.

Es sei ein erster Ansatz, die strukturellen Hindernisse bei Erschließung der Handwerksquellen zu überwinden, betonen ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke und ifh-Direktor Kilian Bizer in ihrem Vorwort zu der Dokumentation. Während Bestände der Selbstverwaltungsorganisationen des Handwerks in den regionalen Wirtschaftsarchiven und in öffentlichen Archiven aufbewahrt würden, seien dort Bestände von Unternehmen oder Nachlässe von Handwerkern die Aus­nahme. Die Archivierungspraxis des Handwerks umfasse längst nicht alle Handwerksorgani­sationen und biete auch qualitativ noch manchen Verbesserungsspielraum. Für das zukünftige Handwerksbild aber sei von Bedeutung, welche Quellen für die Forschung verfügbar sind.

Die Dokumentation gibt nicht nur die während des Workshops gehaltenen Vorträge im Wortlaut und inklusive der verwendeten Charts wider. Es sind auch die Wortbeiträge aus den Plenums­diskussionen erfasst, die die Referate mit teils überraschenden Details ergänzten oder neue Blickwinkel auf die Thematik eröffnen. Zum Beispiel die Überlegung, Handwerksforschung in einer Akademie zu bündeln, wo Historiker, Ökonomen, Soziologen, Archive, Museen, aber auch das Handwerk selbst sich über ihre Fragen verständigen und die Wissenschaft vertiefen könnten. So bietet dieser Band der ifh-Schriftenreihe ein aktuelles Kompendium wichtiger Anregungen und kluger Argumente für einen revidierten Blick auf die Geschichte des Handwerks. Die Tagungs­dokumentation kann zugleich als eine inhaltliche Hinführung auf die Fortsetzungsveranstaltung dienen, die der ZDH für Juni 2015 im Freilichtmuseum Hagen plant.

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