Assessing the Digital Divide and its Regional Determinants: Evidence from a Web-Scraping Analysis

Thonipara, A., Sternberg, R., Proeger, T. & Haefner, L. (2020). Assessing the Digital Divide and its Regional Determinants: Evidence from a Web-Scraping Analysis. ifh Working Papers (No. 25). Göttingen.

Nach dem Postulat des "Endes der Entfernung" kann die Digitalisierung die Nachteile für Unternehmen, die sich in ländlichen Gebieten befinden, im Vergleich zu denen in städtischen Ballungsräumen verringern oder sogar beseitigen. Doch trotz einiger jüngerer Versuche, räumliche Digitalisierungseffekte zu messen, besteht nach wie vor ein Mangel an empirischer Evidenz bezüglich der Nutzung digitaler Technologien aus einer räumlichen Perspektive. Mithilfe einer Web-Scraping Analyse untersuchen wir die Determinanten der Verbreitung von Websites für 345.000 kleine Unternehmen aus Deutschland. Der Vergleich städtischer mit ländlichen Regionen zeigt, dass das Betreiben einer Website, als Näherungswert für das Digitalisierungsniveau der Firma, stark vom Standort eines Unternehmens abhängt. Unternehmen in Städten betreiben fast doppelt so häufig eine Website wie Unternehmen in ländlichen Regionen. Unsere Analyse auf der Kreisebene zeigt, dass eine hohe Bevölkerungsdichte, eine junge Bevölkerung und ein hohes Bildungsniveau einen positiven und signifikanten Zusammenhang aufweist mit der Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen eine Website betreibt. Überraschenderweise finden wir einen negativen und signifikanten Zusammenhang zwschen dem Bruttoinlandsprodukt pro Person mit der regionalen Verbreitung von Websites. Dieses Ergebnis wird maßgeblich durch städtische Regionen bestimmt. Wir finden keine Unterschiede zwischen städtischen, halbstädtischen und ländlichen Regionen bezüglich der Aktualität sowie der Verbreitung von Social Media. Wir folgern, dass es einen erheblichen digital divide gibt und stellen Grundsätze für politische Maßnahmen vor.

Eine deutschsprachige Langversion der Ergebnisse der Studie kann hier eingesehen und heruntergeladen werden.

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Als inhaltliche Ansprechpartnerin zu den Ergebnissen dieser Studie steht
Dr. Anita Thonipara zur Verfügung.



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