Measuring the ‘doing-using-interacting mode’ of innovation in SMEs - a qualitative approach

Alhusen, H., Bennat, T., Bizer, K., Cantner, U., Horstmann, E., Kalthaus, M., Proeger, T., Sternberg, R. & Töpfer, S. (2020). Measuring the ‘doing-using-interacting mode’ of innovation in SMEs - a qualitative approach. ifh Working Papers (No. 23). Göttingen.

Der "Doing-Using-Interacting“-Modus der Innovation (DUI) gilt als wichtiger Bestandteil der Innovationstätigkeit von Unternehmen. Er beschreibt informelle Innovationsprozesse und ergänzt somit den auf Forschung und Entwicklung basierenden „Science-Technology-Innovation"(STI)-Modus. Während die empirische Messung des STI-Modus gut etabliert ist, sind Messgrößen zur Abbildung von DUI-Aktivitäten noch unterentwickelt. Es hat sich bisher kein Konsens herausgebildet, welche inner- und außerbetrieblichen Prozesse in erster Linie den DUI-Modus ausmachen und wie dieser gemessen werden sollte. Auf der Grundlage von 81 Tiefeninterviews mit deutschen KMU und regionalen Innovationsberatern schlagen wir einen umfassenden Satz von Indikatoren vor, der sowohl etablierte als auch neue DUI-Prozesse für zukünftige empirische Messungen umfasst.

Firmeninterne Lernprozesse umfassen Messgrößen zum unternehmensinternen Aufbau und Austausch von Wissen und Know-how mit dem Ziel, Innovationen hervorzubringen. Dies sind zum einen prozessbezogene Messgrößen zur Einführung neuer Technologien oder zur Weiterbildung von Mitarbeitern. Weiterhin wird hier der interne Austausch von Wissen erfasst, beispielsweise durch den informellen Austausch von neuen Ideen am Arbeitsplatz, durch die Nutzung von regelmäßigen Besprechungen, um innovationsbezogene Themen zu diskutieren, sowie durch den Einsatz neuer Personalstrategien. Kunden sind die zentralen Nutzer der Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens und für die Innovationstätigkeiten von KMU wird der Austausch mit Kunden als sehr bedeutend  angesehen. Entsprechend erfassen unsere Messgrößen innovationsbezogene Lernprozesse durch die Kooperation mit Kunden, innovationsrelevante Arten des Kundenkontakts, sowie den Einfluss von Kunden auf die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Neben Kunden sind andere unternehmensexterne Akteure ein wichtiger Einflussfaktor für Innovationen. Der Austausch mit externen Akteuren erfasst Messgrößen zu Lern- und Innovationsprozessen im Austausch mit Zulieferern, Marktbegleitern, Unternehmen aus anderen Sektoren, Beratungsunternehmen sowie Fachverbänden und Netzwerken. Wir argumentieren, dass dieser Messansatz zu einem ganzheitlicheren Verständnis und letztlich zu einer quantifizierbaren Messung der DUI-Innovationsfähigkeit führt, die als Richtschnur für weitere Forschung und Politikgestaltung dient.

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Als inhaltlicher Ansprechpartner zu den Ergebnissen dieser Studie steht
Harm Alhusen zur Verfügung.



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