Digital divide, craft firms’ websites and urban-rural disparities—empirical evidence from a web-scraping approach. Review of Regional Research

Thonipara, A., Sternberg, R., Proeger, T. & Haefner, L. (2022). Digital divide, craft firms’ websites and urban-rural disparities—empirical evidence from a web-scraping approach. Review of Regional Research. Review of Regional Research. 10.1007/s10037-022-00170-5.

Dem Postulat des „Endes der Entfernung“ zufolge kann die Digitalisierung die Nachteile für Unternehmen in ländlichen Gebieten gegenüber Unternehmen in städtischen Ballungsräumen verringern oder sogar beseitigen. Doch trotz einiger jüngerer Versuche räumliche Digitalisierungseffekte zu messen, besteht nach wie vor ein Mangel an empirischer Evidenz bezüglich der Nutzung digitaler Technologien aus einer räumlichen Perspektive. Mithilfe einer Web-Scraping Analyse untersuchen wir die Determinanten der Verbreitung von Websites für 345.000 kleine Unternehmen aus Deutschland. Der Vergleich städtischer und ländlicher Regionen zeigt, dass das Betreiben einer Website, als Näherungswert für das Digitalisierungsniveau eines Unternehmens, stark von dessen Standort abhängt. Unternehmen in Städten betreiben fast doppelt so häufig eine Website wie Unternehmen in ländlichen Regionen. Unsere Analyse auf der Kreisebene zeigt, dass eine hohe Bevölkerungsdichte, eine junge Bevölkerung und ein hohes Bildungsniveau einen positiven und signifikanten Zusammenhang aufweist mit der Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen eine Website betreibt. Überraschenderweise finden wir einen negativen und signifikanten Zusammenhang zwschen dem Bruttoinlandsprodukt pro Person mit der regionalen Verbreitung von Websites. Dieses Ergebnis wird maßgeblich durch städtische Regionen bestimmt. Wir finden keine Unterschiede zwischen städtischen, semi-urbanen und ländlichen Regionen bezüglich der Aktualität sowie der Verbreitung von Social Media. Wir folgern, dass es einen erheblichen digital divide gibt und stellen Ansätze für politische Maßnahmen vor.

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Als inhaltliche Ansprechpartnerin zu den Ergebnissen dieser Studie steht
Dr. Anita Thonipara zur Verfügung.



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